Die bizarren Verbote in Tokios Parks

Shownotes

Sie studierte die vielfältigen und umfangreichen Regelwerke der Parks, die aus deutscher Sicht oft ausgesprochen ungewöhnlich und merkwürdig erscheinen. Daraus machte sie ihre Bachelor-Abschlussarbeit.

So klingen die Parks in Tokio (Rabeas Seite):

https://sociallifeofpops.tumblr.com/

Unterstützungsangebote der FH Dortmund:

https://www.fh-dortmund.de/studieren/beratung/beratung-waehrend-des-studiums.php

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00:00:03: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge Reinstudiert im Podcast der FH Dortmund.

00:00:08: Hier erzählen Studierende von interessanten Projekten, die sie schon während des Studiums machen.

00:00:12: Mein Name ist Jana

00:00:14: und mein Name ist Tillmann und wir haben einen Gast zur Begrüßung heute.

00:00:19: Grüß dich!

00:00:19: Schön, dass du da bist.

00:00:20: Hallo ich bin Rabea und freue mich hier zu sein.

00:00:26: Rabeaa wo sollen wir bei dir anfangen?

00:00:29: Bei dem Projekt?

00:00:30: wenn du dein Projekt mit einem Satz beschreiben müsstest Was würdest du sagen?

00:00:35: Ich würde sagen, es ist nicht mit einem Satz zu beschreiben schon fast.

00:00:39: Das ist ein Satz?

00:00:40: Ja

00:00:41: genau ungefähr so!

00:00:42: Es ist ein sehr großes Projekt mit sehr vielen Wegabzweigungen die entweder eingeschlagen wurden oder dann auch bewusst nicht eingeschlagen worden.

00:00:51: und ja aber am Ende ist es auch ein ganz ganz tolles Projekt und ein ganz spannendes Projekt geworden wie mir auch wieder gespiegelt wurde.

00:00:58: Wir können gerne ganz am Anfang anfangen.

00:01:02: Wo fängt es denn an für dich?

00:01:03: Es fängt für mich damit an, dass ich irgendwann, also ich sag auch gerne noch mal was ich studiere.

00:01:09: Ich studiere Objekte und Raumdesign oder ich hab Objekt- und RaumDesign studiert und bin jetzt dieses Jahr auch fertig geworden mit meinem Bachelorprojekt.

00:01:15: dann und irgendwann war ich im Studium in so einem Punkt wo ich gemerkt habe, ich habe nur noch einen Kurs irgendwie den nicht machen muss.

00:01:22: Ja, Bachelorprojekt.

00:01:23: Was kann man denn da machen?

00:01:25: Lass mich noch einmal dazwischen fragen!

00:01:27: Kannst du kurz erklären was eigentlich Objekte und Raumdesign ist?

00:01:30: Ich versuche es immer so zu erklären dass man alle Objekten und alle Räume die man sich vorstellen kann bei uns quasi lernt zu gestalten und zu designen und das kann vom Kugelschreiber bis hin zum Bühnenwelt im Endeffekt sein.

00:01:42: also wir haben da viele...

00:01:43: Also im Grunde die ganze Welt.

00:01:45: Ja, genau.

00:01:46: Also man kann auch öffentliche Räume auch gestalten mit Kunst im öffentlichen Raum oder auch wenn man sich ein bisschen weiterentwickelt mit Urban Planning und Spatial Design.

00:01:55: Man kann aber auch in das Messer-Design gehen, aber auch Produktdesign machen.

00:02:00: Wir haben einen Kurs wo man lernt den Studien-Tisch zu gestalten.

00:02:02: also es ist sehr breit gefächert und während des Studiums kann man sich dann auch auf verschiedene Spaten quasi dann fokussieren und da dann darauf eingehen.

00:02:12: und für mich war's während des Studiums dann doch die sparte Kunst im öffentlichen Raum, den ich am meisten so gecatcht habe.

00:02:19: Weil... Ich sage immer, ich bin nicht so eine klassische Designerin und ich hab dann auch gerne ein bisschen mehr künstlerischer Freiheit mit Designwissen in meinen Projekten verarbeitet.

00:02:29: Es hat irgendwann begonnen mein Matchdown-Projekt, in dem ich in einem Studium an dem Punkt war wo ich nur noch einen Kurs offen hatte und dann gemerkt hab's so okay jetzt muss ich mal langsam gucken was möchte ich denn machen?

00:02:40: Und das ist Als

00:02:41: Abschlussarbeit.

00:02:42: Genau, was möchte ich angehen?

00:02:43: Das wäre auch ein spannendes Projekt für mich, weil da geht viel Arbeit rein und ... Ich bin so eine Person, wenn ich ein Projekt starte, dann wird es selten klein und selten mal einfach gemacht.

00:02:56: Deswegen war's mir wichtig, einen Thema zu finden, wo ich gerne diese Zeit und diesen Stress, der damit einhergeht, gerne reininvestieren.

00:03:04: das Thema Was mir parallel auch sehr wichtig war, dass ich in meinem Studium noch mal ins Ausland kommen.

00:03:11: Weil ich während meines Studiums zwei-drei Mal versucht habe über ein Außensemester oder einen Praktikum ins Aushand zu kommen.

00:03:18: Das hat dann halt jeweils nicht geklappt leider.

00:03:21: Dachte ich mir so ja okay ich weiß nicht ob ich noch ein Master machen möchte.

00:03:24: Zu dem Zeitpunkt wusste ich das noch nicht.

00:03:27: Dann möchte ich jetzt mein Bachelorprojekt im Ausland machen.

00:03:29: wie kann ich das verbinden?

00:03:30: Ich wollte früher eigentlich immer... in Europa bleiben, nach England vielleicht mal gehen.

00:03:34: Dann habe ich so geguckt was haben wir auch für Partnerhochschulen?

00:03:37: Was für Themen wäre denn interessant?

00:03:39: wie kann ich mein Bachelorprojekt damit vereinen dass es auch gerechtfertigt ist mit dem Projekt ins Ausland zu gehen weil...

00:03:46: Also etwas was du genauso gut hier machen könntest wird da nicht die Frage kommen

00:03:51: oder wäre schwierig

00:03:51: zu

00:03:52: gründen.

00:03:53: Es ist auch schwierig zu begründen weil man fragt sich immer was ist die Relevanz von den Projekten?

00:03:56: nur zu sagen Ich mache jetzt irgendwie im Ausland weil ich dann das Ausland gehe finde ich so ein bisschen.

00:04:01: Ja, es ist halt irgendwie so ein bisschen immer schneller hergeholt.

00:04:04: Man kann auch so ins Ausland und auch während des Studiums mit dem Studium auslernen.

00:04:09: Aber ich finde wenn man Projektbasiert arbeitet wie ich dann auch am Ende Stipendien basieren arbeite das ist schon wichtig einen Forschungsrelevanten Punkt zu haben zu sagen da muss ich hin weil das Thema was ich untersuche funktioniert auch nur vor Ort Und Ich muss auch vor Ort sein um das zu verstehen und zu erarbeiten meine ganzen Informationen und Daten.

00:04:27: Deswegen habe ich dann da so ein bisschen geguckt, so Englandwurz nicht.

00:04:32: Aber am Ende Wurz dann Japan?

00:04:35: Das ist ein bisschen weiter weg!

00:04:36: Ja das ist halt so ein bißchen weiter weg.

00:04:39: Da hab' ich dann so ein bisschen überlegt und hab' dann auch so geguckt was wäre denn so thematisch relevant?

00:04:43: weil stellt sich ja dann schnell die Frage warum denn ausgerechnet Japan?

00:04:49: Und ich habe vor meinem Bachelorprojekt schon zwei Auslandsaufenthalte in Japan gemacht.

00:04:54: Jeweils zwei, drei Wochen halt auch und hab da Leute kennengelernt die mir ja freundschaftlich dann irgendwie doch ans Herz gewachsen sind und ich freue mich immer wieder dahin zu kommen.

00:05:04: und es sind Menschen die auch aus einem kreativen Bereich bekommen haben eigenes Kollektiv gegründet im letzten nicht gentrifizierten Stadtteil Tokios und über diesen Kontakt hatte ich dann halt auch einen Zugang zu Japan und vor allem auch zur Stadt Tokio.

00:05:22: Und genau, hab dann so ein bisschen überlegt weil für mich kam es halt nur in Frage auch ans Ausland dann am Ende zu gehen nach längerer Überlegung wenn ich da auch schon eine Basis habe, weil man ja auch einfach...

00:05:33: Eine Basis?

00:05:33: Also Leute...

00:05:34: Genau!

00:05:34: Leute die man kennt, Leute die ihnen helfen können auch vor Ort Vor allem weil's ja auch soweit weg ist, weil eine Sprachbarriere vorhanden ist.

00:05:40: also ich spreche Kaum bis gar kein japanisch, auch zu dem Zeitpunkt noch weniger.

00:05:45: Und da fand ich es halt ...

00:05:46: Sprichst du in Englisch mit den Leuten?

00:05:48: Englische ist schwierig!

00:05:50: Also Englisches ist halt klar eine Weltsprache aber in Japan nicht sehr verbreitet.

00:05:55: also ein paar Leute können auch ein bisschen gebrochen englisch und das wird auch immer mehr über die Jahre habe ich festgestellt.

00:06:00: Aber da kommt man nicht weit mit vor allem wenn du forschen möchtest vor allem Wenn du auch Leute kennenlernen möchtes.

00:06:06: Du kommst mit englisweit weil In dem Aspekt weil du mit vielen anderen Ausländern dann im Kontakt bis vor Ort.

00:06:14: Also eigentlich fast alle Leute, die ich auch kenne sind keine JapanerInnen sondern es sind halt Leute aus Frankreich, Leute aus Marokko.

00:06:21: wirklich sehr international.

00:06:22: also die Community in diesem Kollektiv ist das auch sehr international.

00:06:26: da waren Leute aus Polen und Italien auch dabei.

00:06:29: Es ist super bunt gemischt einfach weil man sich in einem Land wo sehr wenig Leute einen ja auch verstehen.

00:06:36: auf Englisch findet man sich wenn man Englische redet.

00:06:40: Über diesen Kreis bin ich in dieses Land reingekommen und hab mich immer wohler gefühlt.

00:06:47: Ich hatte wieder auf die Überlegung, zu meinem Bachelorprojekt zurückzukommen.

00:06:52: Dann ja überlegt, wie kann ich das Land, diese Leute und mein Studium vereinen?

00:06:57: Was sind spannende Forschungspunkte, die ich vor allem auch sinnvoll untersuchen könnte?

00:07:01: Und dann ist mir ein Moment eingefallen, der während meiner ersten Japan-Reise im Kopf kam.

00:07:09: Das war ein Zwischenfall.

00:07:10: Wir waren um Feiern im Stadtteil Shibuya, das ist so ein ganz bekannter Stadtteil wo man ja auch feiern gehen kann und es ist auch dafür für das Nightlife auch bekannt.

00:07:18: Und wir waren in einem Club.

00:07:19: der sind meistens direkt noch an Hauptstraßen und waren bis fünf Uhr morgens feiern und du kannst dich auch selten hinsetzen.

00:07:26: dann waren wir irgendwann draußen und gegenüber von diesem Club von dem Eingang gab es einen kleinen ja wie so ein erhöhtes Blumenbeet mit einer Betonkante wo man eigentlich perfekt drauf sitzen kann.

00:07:35: also in Tokio gibt es kaum Benke, muss man auch dazu sagen.

00:07:39: Also das war halt dann die Sitzgelegenkeit, die wir dann halt finden und nutzen konnten und haben uns da hingesetzt.

00:07:45: Ich war mit einer Gruppe von vier Leuten oder so da.

00:07:48: Zwei davon haben wir auch japanisch gesprochen.

00:07:51: Und als jetzt sind wir da, haben einfach nur einmal so kurz durchgearbeitet, geguckt wie wir jetzt nach Hause kommen und auf einmal kommen die Securities auf uns zu gerannt.

00:07:58: Gerannt?

00:07:58: Ja ja also fast schon gerannt!

00:08:00: Es war jetzt kein weiter Weg aber die waren schon sehr... Die kamen sehr angeeilt Kein Wort verstanden, haben uns nicht angesprochen.

00:08:07: Auch in einem sehr hektischen Ton und dann so viel gestikuliert... Und die eine Freundin, die dabei war, die auch Japanisch spricht hat mit denen halt so ne sehr laute Diskussion angefangen und hat dann irgendwann immer gesagt so We have to go!

00:08:22: Wir müssen hier weg, wir müssen hierweg und ich war noch so wachrunden.

00:08:24: also wir sitzen doch hier einfach nur das ist doch ein öffentlicher Raum.

00:08:28: Ja Long story short.

00:08:30: am Ende sind wir dann gegangen Die meinten, die würden die Polizei rufen wenn wir jetzt nicht gehen.

00:08:35: Der Besitzer vom Club sieht das ja, da ist eine Kamera aber ich war die ganze Zeit so, warum müssen wir denn gehen?

00:08:39: Das gehört ja nicht den!

00:08:40: Es ist ein städtischer Raum und wir sind auf dem Bürgersteig auf einem anstätisch angelegten Objekt sitzen quasi.

00:08:48: Ja dann habe ich mich irgendwie daran erinnert und mir gedacht wie kann es sein dass sie das durften?

00:08:54: Also, wo kommt das her?

00:08:55: Warum durften die uns auf einem öffentlichen Raum verscheuchen?

00:08:58: ...

00:08:58: In der Situation selber, hast du keine Antwort auf die Frage bekommen.

00:09:01: Gar nicht!

00:09:02: Es ging so schnell, es war so laut und wir wurden echt angehalten jetzt mal wirklich schnell zu gehen weil sonst ruft der Besitzer wirklich die Polizei und uns wurde da auch schon geraten dass wir das nicht drauf ankommen lassen sollen weil die auch ja schnell auch mal gerne was finden um ein mitzunehmen wenn sie wollen und vor allem als Ausländer halt.

00:09:19: auch in dem Land ist es dann immer so ein bisschen kritisch dass man ab und zu ein bisschen aufpassen sollte.

00:09:24: Also, es ist ein sehr sicheres Land.

00:09:25: Aber die dürfen einen auch schon schneller mitnehmen und untersuchungshaft als das hier halt ist.

00:09:29: Und wenn man Urlaub macht, möchte man das ja glaube ich nicht erleben.

00:09:32: Mussten wir sein?

00:09:33: Nein!

00:09:35: Ja genau.

00:09:37: In dem Moment war's dann einfach nur so, okay verrückte Situation lass uns mal nach Hause gehen und schlafen gehen.

00:09:42: was ist denn da passiert?

00:09:44: aber... Genau, ich hab mich auf der Suche nach meinem Bachelorprojekt dann wieder so dran erinnert.

00:09:48: Hab dann googelt halt doch einfach so öffentliche Räume Japan.

00:09:53: Warum dürfen Menschen ein sowas verbieten?

00:09:56: Und dann hab ich auch in meinem Umfeld mal mit Leuten gesprochen, die sich auch mit öffentlichen Räumen Japan auskennen.

00:10:02: Dabei ist rausgekommen, dass das ganz häufig so ist, der Bordstein vor den Häusern von den Besitzern gehört, denen das Haus gehört.

00:10:13: Das ist kein städtischer Grund.

00:10:15: Es ist eine Grauzone ... Teil Privatisierung.

00:10:19: Das heißt, dieser Bordsteinabschnitt vor dem Club quasi gehörte dann auch wirklich den Klubbesitzer mit und deswegen haben die eine ganz andere Handhabung und konnten dann halt auch sagen wir wollen nicht dass hier Leute sitzen, wir werden nicht vor allem das ihr hier sitzt.

00:10:35: Ihr geht jetzt, ihr habt ja keinen Aufenthaltsrecht gerade hier.

00:10:38: Das was bei uns Hausrecht heißt?

00:10:41: Obwohl ihr Besucher von dem Club wart Ja, genau.

00:10:44: Aber in dem Moment, wo wir rausgegangen sind und klar war, wir gehen, die machen da den Nutzenprozess ... Ja, ja.

00:10:50: Genau.

00:10:50: also das war schon... Ich meine ich versteh es auch.

00:10:52: irgendwas ist ja eine große Stadt ne volle Stadt.

00:10:54: man muss das schon so ein bisschen kontrollieren dass sich da keine Menschenansammlung schnell finden.

00:10:59: aber genau das war der erste Impuls für mich dann damals weiter drauf zuzugehen auf das Thema und zu gucken okay wenn das da schon so ist In welchen Punkten gibt's das denn noch?

00:11:10: Du hast andere Punkte gefunden.

00:11:12: Ich habe sehr viele andere Punkte gefunden und hab dann immer weiter recherchiert.

00:11:16: Und hab dann weiter geguckt, wie die Privatisierung in dem Land auch aussieht.

00:11:19: Hab mich dann noch immer weiter auf Tokio fokussiert.

00:11:22: Habe dabei herausgefunden durch ganz viele Paper, die ich gelesen habe.

00:11:26: Irgendwann bin ich wirklich auch in so wissenschaftlichere Bereiche abgedriftet was für uns Designer relativ selten ist.

00:11:32: Weil das gar nicht nahe liegt bei uns im Studium.

00:11:35: Das ist ein praktisches Studium, sehr viel.

00:11:38: Also ich baue an sich halt auch sehr viele Objekte und fand dieses Thema dann aber so spannend, dass ich nicht aufhören konnte weiter zu forschen und weiter zu lesen.

00:11:45: Bis ich denn irgendwann auf das Thema der Privately Owned Public Spaces getroffen bin.

00:11:49: kurz von Pops.

00:11:51: Echt Pops?

00:11:52: Es heißt Pops sehr.

00:11:53: Privately

00:11:54: owned public spaces

00:11:55: Genau genau und das ist die Privatisierung von öffentlichen Räumen oder öffentliche Räume im Privatbesitz.

00:12:02: Genau und da habe ich herausgefunden In Kurzform, es ist wie gesagt ein Thema da kann ich auch sehr viel darüber sprechen und sehr weit ausholen.

00:12:10: Ich versuche mich immer kurz zu fassen.

00:12:12: Privatisierung von öffentlichen Räumen in dem Sinne ist ein Städtebauprinzip was in den sechzeiger Jahren in New York entstanden ist als die Stadt immer weiter mit Hochhäusern bebaut wurde und immer mehr öffentliche Räume für Passantinnen verschwunden sind.

00:12:28: Das heißt, Städte wurden zugebaut.

00:12:29: Städten wurden unzugänglicher und die Lebensqualität in den Innenstädten ist dadurch halt auch einfach kleiner geworden.

00:12:38: Da hat sich.

00:12:39: dann haben sich Städteplaner ein Modell überlegt.

00:12:41: Ein anreizbasiertes Modell, das Bauherrenden und Besitzerinnen von diesem Grundstücken, wo gebaut wird... Gelder von der Stadt bekommen oder Genehmigung, dass sie höher bauen dürfen als es eigentlich erlaubt ist.

00:12:56: Oder breiter bauen dürfen, als das eigentlich erlaubt ist?

00:13:01: Wenn Sie dann ein Park anlegen oder einen Durchgangsbereich im Plaza den Leute kostenlos und öffentlich einfach nutzen können.

00:13:09: Und das gibt's auch in Tokio?

00:13:10: Also dieser

00:13:11: Gedanke... Genau!

00:13:12: Das wird dann importiert oder exportiert, je nachdem wie man es sehen möchte und das gibt es auch nahezu weltweit.

00:13:19: Also auch in Südamerika gibt es das ganz viel.

00:13:21: Chiles ist ein Beispiel dafür und ... In sehr vielen Städten funktioniert das halt sehr gut.

00:13:26: Aber Tokyo, ist das anders als woanders?

00:13:28: Genau.

00:13:28: also du hast den Vergleich.

00:13:30: vor allem zu New York fand ich sehr spannend auch in dem Texten, den ich gelesen habe weil in New York ist es so diese privatisierten öffentlichen Räume oder ich nenne sie einfach jetzt Pops sind so angelegt dass du Schilder hast wo drauf steht Das gehört der Person.

00:13:45: hier sind die und die Sachen möglich.

00:13:47: nutzt bitte diesen Raum.

00:13:48: Ihr könnt euch hier irgendwie aufhalten, ihr könnt hier gemeinsam essen und euch zusammentreffen.

00:13:53: Hier sind Tischestrüde, bitte nutzt die, macht es euch so wie es euch gefällt und haltet euch herauf.

00:13:59: Fühlt euch wie zu Hause?

00:13:59: Genau,

00:14:01: das ist quasi von der Stadt ein kleiner Garten auch.

00:14:04: Meistens sind die Räume auch begrünt also haben wir doch eine gute Aufenthaltsqualität.

00:14:09: Klingt ja sehr nett!

00:14:10: Es ist super nett ein ganz gutes Modell meiner Meinung nach, um gegen diese schwindenden Räume in Großstädten anzukommen.

00:14:19: Aber in Tokio ist es so ... Ist mir dann auch in meiner Lese-Recherche aufgefallen, dass das das komplette Gegenteil ist?

00:14:25: Du hast mal diese Schilder auf diesen Räumen.

00:14:28: Dann hast du erst mal eine Liste mit ... Diese zwanzig Dinge darfst du bitte auf gar keinen Fall tun und das ist noch nicht erlaubt.

00:14:35: Das ist halb illegal.

00:14:37: Bitte, bitte, bitte nicht!

00:14:38: Da sind erst einmal fünfzig Kameras.

00:14:40: Guckt mal, ob ihr das noch benutzen möchtet.

00:14:43: Ungefähr so sind die Räume dann aufgebaut und es fand ich schon einen starken Kontrast von dem wie's eigentlich gedacht ist aus dem Ort wo es auch herkommt zu... Wie wurde das exportiert?

00:14:52: Und angenommen?

00:14:53: Und wie unterschiedlich kann man damit umgehen?

00:14:57: mit dieser Möglichkeit?

00:14:58: ja auch also Ich finde eher eine Möglichkeiten sozial basierte städteplanerische Ansätze zu nutzen.

00:15:05: aber genau das fand ich sehr spannend.

00:15:10: In dem Punkt hat sich das für mich vereint, meinen Wunsch ins Ausland zu gehen und die Sinnhaftigkeit meines Forschungsobjekts.

00:15:19: Wie bist du vor Ort vorgegangen?

00:15:22: Das war ganz interessant, weil ich habe meine Erstprüferin dann auch ganz lange darüber gesprochen und sie meinte halt auch immer so, bist du dir sicher, dass du das machen möchtest?

00:15:29: Das ist eine große Reise.

00:15:30: Du musst jetzt wirklich viel planen, Stipendien anfragen mit der Sprachbarriere.

00:15:35: wie machst du das alles?

00:15:36: Und ich sage ja, das passt schon!

00:15:37: Das passt schon gar kein Problem.

00:15:38: und sie war echt immer so... dass sie gesagt hat so okay, du hast dir echt was vorgenommen Ich glaub, dass tu das schaffst aber sie war sich immer ein bisschen unsicher aufs dann wirklich umgesetzt werden kann, wie ich mir das vorstelle.

00:15:51: Und Erstprüfbrennen ist eine Professorin

00:15:53: von der

00:15:54: du schon weißt, dass sie deine Arbeit als erste und als wichtigste...

00:15:58: Genau!

00:15:58: Das sind so die Hauptansprechpartnerinnen?

00:16:00: Lehrpersonen dann benotet aber auch vorher mit dir die ganze Sache plant und zusammen überlegt ob es in die richtige Richtung geht und so.

00:16:08: Also mit der du dich so ein bisschen coacht dabei bei der Ausrichtung der Arbeit.

00:16:13: Ja,

00:16:14: genau da habe ich beim Meinfachbereich die Noura Fuchs ausgewählt, weil ich bei ihr damals auch schon einen Kurs gemacht habe zum Thema Kunst im öffentlichen Raum.

00:16:23: Wo wir Intervention im öffentliche Raum gemacht haben.

00:16:25: also ich sage mal so Unterbrechung des Alltags mit Kunst das kann alles sein das kann du sein du stellst da was hin Kunstobjekt und guckst wie die Leute darauf reagieren oder du machst eine Performance in der Innenstadt.

00:16:37: solche Dinge haben wir dem Kurs quasi gemacht.

00:16:40: und weil ich wusste dass sie auch quasi diesen Städtebezug hat zu öffentlichen Räumen und diese irgendwie zu nutzen, zu intervenieren, zu beobachten.

00:16:49: Dachte ich mir so ja sie wird auf jeden Fall das Thema auch verstehen und auch annehmen können.

00:16:53: Das

00:16:53: heißt du könntest dir frei aussuchen wen du ansprichst?

00:16:57: Und musst es dann nur noch die Person davon überzeugen dass das gute Idee

00:16:59: ist?

00:17:00: Genau.

00:17:00: also das funktioniert am besten wenn man halt weiß okay der oder die Dozentin haben auf jeden fall auch ein Fable vielleicht für das Thema oder einen Zugang oder auch selbst Erfahrung gemacht was ähnliches schon gemacht und so habe ich mir dann meine Erstprüferin ausgesucht Genau, dann bin ich auf Nora dann zugegangen.

00:17:15: Wir sind ja bei uns im Bereich auch per Du.

00:17:17: Das ist sehr direkt doch einfach.

00:17:18: Ich hab gesagt so hey Nora!

00:17:19: Ich fand den Kurs ganz toll damals.

00:17:21: Im dritten Semester habe ich den gemacht und ich bin zu dem Zeitpunkt war glaube ich im neunten Semester.

00:17:26: Und hab gesagt das hat mich positiv beeinflusst.

00:17:29: Ich fand es sehr angenehm wie du die Lehre auch gestaltet hast und dass man auch so viel Freiheit hat in ganz vielen Punkten.

00:17:36: Möchtest du nicht meine Erstpülferin sein?

00:17:38: Ich habe folgendes Projekt vor.

00:17:40: Das geht ja schon fast sowantisch!

00:17:42: Ja

00:17:42: genau, es ist

00:17:44: eine wichtige Beziehung.

00:17:47: Man muss auf jeden Fall auch jemanden finden der wo du auch weißt dass die Person dich unterstützt das die Person aber auch mal sagt so ich glaube du verrennst dich da gerade in was und auch ne Person finden wo du weiß.

00:17:59: ich kann jetzt aber trotzdem noch das machen was ich möchte und ich nehme den Ratschlag an Aber ich mach trotzdem das so, wie ich das will.

00:18:06: Weil ich jetzt einfach mal hier mich ausleben muss kurz in dem Moment und ... Ich glaub, das hab' ich auf jeden Fall in ihr sehr gut gefunden.

00:18:15: Also sie hat Bedenken geäußert?

00:18:17: Ja!

00:18:17: Sie hat's dir nicht

00:18:18: ausgeredet?!

00:18:19: Nein, also sie hat doch immer wieder gesagt so, na überlegst du ja, er sich unterstützt dich auf jeden fall und ich versuch', dass für dich mitzuermöglichen, dadurch, dass sich ja so ein Auslandsoffentheit vorhatte haben wir dann auch geguckt okay, wie lange?

00:18:32: Erst mal fangen wir mal an, wie lange solltest du denn auch überhaupt dann reisen?

00:18:36: Also dich dort aufhalten.

00:18:37: Genau!

00:18:38: Ich halt auch wirklich den Nachhalt, ich halt irgendwie auch forschen kann und...

00:18:41: Wie lange habt ihr euch überlegt?

00:18:42: Am Ende bin ich dann bei drei Monaten rausgekommen unter einem Punkt dass drei Monate in Japan quasi so die Freivisumsgrenze sind.

00:18:52: das heißt du musst keinen Visum beantragen um dorthin zu kommen.

00:18:55: und hätte ich länger gemacht hätte ich dann ein Studium-Visum Studierstudiums Visum beeintragen müssen dass es halt noch mehr Arbeitsaufwand, das dauert alles noch länger.

00:19:04: Und wenn du das nicht bekommst dann fallen auch wieder ganz viele Sachen hinten rüber.

00:19:09: und da hat sie mir dann auch sehr geholfen mich da so eine Bahn zu lenken um zu gucken wie das irgendwie sinnvoll ist.

00:19:15: Und dann haben wir geguckt okay wird das finanziert?

00:19:18: Ja.

00:19:19: Dann habe ich die Stipendium Beratung auch mal angeschrieben hab gesagt hallo ich hab folgendes vor gibt's da irgendwelche Sachen von der FH vielleicht die entfördern können weil extern nichts gefunden, was Bachelorprojekte in so einem Ausmaß auch fördern kann.

00:19:33: Es waren oft Master-Projekte oder Doktoranden oder ganz viel von technischen Universitäten die dann ihre Bachelorstudies dann fördern aber nicht irgendwie für das was mein Projekt war.

00:19:44: und dann habe ich die Stipendienberatung der FH angeschrieben hab dann gesagt hallo ich hat folgendes vor Was gibt es da?

00:19:50: Und dann wurden mir die FH Förderungen halt nahe gelegt.

00:19:54: Viele Leute haben immer das Problem, Förderung.

00:19:57: Ich bekomme die doch eh nicht und so ... Die ist ziemlich einfach zu kriegen.

00:20:00: Man muss sich mal reinhängen, die ganzen Bewerbungstexte durchlesen, einmal einschreiben.

00:20:07: Ich hab von meiner Erstprüferin auch eine Empfehlung bekommen, dass sie das Projekt als Unterstützenswert sieht und dass sie es anerkennt, dass es auch machbar ist?

00:20:18: Mhm!

00:20:19: Was ich mache, das war auch sehr wichtig.

00:20:20: Hätte jemanden zu haben, der sagt, ich steh dahinter und sehe, dass es realistisch ist was die Person vorhat, die gefördert werden möchte.

00:20:28: Und dann bin ich aber noch auf den Gedanken gekommen ... Ich hab ganz viele Texte gelesen zu dem Thema.

00:20:36: Die meisten der Texte waren von einem Deutschen beschrieben, der nach Japan ausgewandert ist um diese Sachen am Ende zu erforschen.

00:20:45: Dann habe ich mir gedacht, was passiert wenn ich denen mal eine Mail schreibe?

00:20:48: Und guck mal, ob der vielleicht Lust hat mich zu unterstützen.

00:20:52: Ich hab halt gesehen, er arbeitet auch vor Ort noch an der Uni als Dozent

00:20:56: und mag Lehre ...

00:20:57: Aber die Sachen sind alle schon zehn Jahre alt gewesen, wie er damals geschrieben hat, die ich mir durchgelesen habe.

00:21:02: Dann hab' ich aus dem privaten Umfeld dann auch nochmal so die Bestätigung bekommen.

00:21:09: Mehr als nein sagen kann er ja nicht.

00:21:10: Dann habe ich ihn angeschrieben, hab gesagt so Hallo Christian Dümmerheis der hat geschrieben hallo Christian.

00:21:15: Ich habe den Texte gelesen und das

00:21:17: sind auch direkt geduzt?

00:21:18: Ja natürlich Nein nicht sofort aber ich habe irgendwie schon ein bisschen gemerkt So es könnte in eine Durichtung gehen also auch ziemlich zugänglich aus.

00:21:26: Dann habe ich mit ihm auch hin und her geschrieben, hat sehr schnell geantwortet.

00:21:30: Da bin ich total gefreut, dass sich jemand für das Thema interessiert!

00:21:32: Das ist toll ne?

00:21:33: Man kann Wissenschaftlerinnen auf ihr Thema ansprechen und dann sind die offen.

00:21:37: Der war

00:21:37: dankbar, er war sehr, sehr dankbar.

00:21:40: Er hat sofort gesagt so... Ja finde ich super, auch super spannend, dass ich aus diesem Designbereich komme und weil er viel von Japanologiestudenten angeschrieben wird.

00:21:49: Was ist sein ursprünglicher Bereich?

00:21:51: Ich glaube er macht das Urban Planner.

00:21:54: also statt Bauplanung macht er ganz viel und Speicheldesign, Urban-Design macht der ganz viel.

00:21:59: Architekt?

00:22:00: Ja so in die Richtung ungefähr.

00:22:04: Und wie gesagt dann habe ich es so gesagt Hallo!

00:22:07: Ich würde auch gerne vorbeikommen.

00:22:08: also ja klar lass uns doch mal einen Zoom abhalten.

00:22:11: Am Ende ging der Zoom, der für fünfzehn Minuten angesetzt war zwei Stunden und wir haben rumphilosophiert was ich denn da alles machen könnte.

00:22:17: Und dass dieses Thema ja jetzt auch mal wieder so auch endlich wieder erforscht wird und er seit Jahren möchte das er da wieder reinkommt und Anschluss findet weil er gerade so viele andere Sachen macht.

00:22:27: Ja am Ende sind wir dann nach diesem Zwei-Stunden-Gespräch auf den Nenner gekommen, dass er mir auch ein Empfehlungsschreiben schickt und mich auch aktiv unterstützt.

00:22:36: Bei

00:22:37: der Förderung?

00:22:38: Genau!

00:22:38: Für die Förderungen auch aktiv.

00:22:40: Da hat er dann von sich aus auch gesagt, so ja auf jeden Fall.

00:22:44: Der hat mir ein Letter auf Invitation geschrieben.

00:22:47: das ist für Auslandsaufenthalte halt auch ein sehr großer Pluspunkt für Stipendiate weil man nachweisen kann ich habe vor Ort Kontakte die auch aktiv schon mit mir in Kontakt sind und mit mir schon in Planung sind Die mich dann sogar einladen zum gemeinsamen Arbeiten zum gemeinsam Austausch.

00:23:05: und sowas hat der mir dann auch ausgestellt und geschrieben.

00:23:09: Das konnte ich dann auch mit in meiner Bewerbung einreichen.

00:23:13: Ja,

00:23:15: das hat sich ja viel gefügt.

00:23:17: Hat sich gezeigt dass du die Möglichkeit hattest dein eigenes Ding da durchzuziehen also deine eigene Idee zu verfolgen.

00:23:28: Ich würde gerne jetzt mal konkret was über diesen Parks erfahren.

00:23:32: Also du hast zum Beispiel gesagt es gibt Im Gegensatz zu New York und anderen Städten gibt es keine, ihr könnt hier dies und das machen.

00:23:39: Sondern das dürft die alles nicht machen!

00:23:42: Was darf man denn da so nicht machen?

00:23:44: Es ist unterschiedlich.

00:23:45: also oft sind's so Sachen gewesen, die auch total verständlich waren.

00:23:48: Also dass man keine laute Musik spielt, dass man keinen Feuer legt, dass mal die Begrünung nicht kaputt macht...

00:23:54: Eigentlich Selbstverständlichkeit.

00:23:55: Genau selbstverständlich.

00:23:56: aber ich war dann auch hier in Deutschland unterwegs und dachte mir so krass, dass sie das dahin schreiben steht öfter an Sachen als man denkt

00:24:04: Ja, das stimmt.

00:24:04: Auf

00:24:05: viele Plätzen

00:24:05: steht ja zum Beispiel alles mögliche...

00:24:08: Aber man achtet auch gar nicht so doll drauf, wenn man es auch so gewohnt ist und das irgendwie halt einfach sich denkt, ja klar, das geht's

00:24:13: doch nicht.

00:24:13: Deutschland als Land der Schilder.

00:24:15: Ja und oft kommen diese Schildern ja weil dann schon mal was passiert ist also weil schonmal was beschädigt wurde und dann wird ein Schild dran gemacht damit es nicht nochmal passiert.

00:24:23: Also zumindest nehme ich das hier.

00:24:27: Du hast aber auch so Sachen wie kein Wasser trinken nichts essen in öffentlichen Räumen.

00:24:33: Das sind alles ... Manchmal sind es überdachte Durchgangsbereiche, das ist dann so eine Grau-Zone.

00:24:39: Okay hier nichts essen aber fünfhundert Meter weiter in diesen gleichen Geburt, diese sehr große Geburde, ist dann aber ein Foodcourt und da kann man was essen also...

00:24:48: Aber warum ist das so?

00:24:49: Also

00:24:50: ich denke mal auch viel mit Christian gesprochen auch in diesem zwei Stunden Gespräch Und es ist halt oft so dass die Plätze so gestaltet werden dass sie auch nur zu unfreundlich sind.

00:25:06: Absichtlich!

00:25:07: Würde ich schon so sehen, also es ist schon krass wie teilweise die Abgesehen von diesen Regelungen, die halt auch sehr stark das eigene Handeln ja auch einschränken.

00:25:15: Also wenn man noch nicht mal ein Schluck Wasser trinken darf, finde ich's halt schon bisschen krass.

00:25:18: Das ist ja ein Grundbedürfnis was dann nicht erfüllt werden kann in dem Moment.

00:25:23: Ich find´s halt einfach auch spannend weil viele der Räume, die ich auch dann untersucht habe, auch schon vorher rausgesucht hab werden auch so gestaltet abgesehen von diese Regelung das eigene Handeln schon einschränken, dass die Bänke, die man vorfindet aus Marmor sind und jeder derzeit mal auf einer Steinenbank im Wintersaas weiß, dass man da sich nicht gerne hinsetzt.

00:25:43: Und viele Räume sind auch sehr kalt und sehr sperrlich.

00:25:47: dann hat er auch nur gestaltet.

00:25:49: also es ist halt ... Die Aufneidsqualität wird meiner Meinung nach so wie ich das wahrgenommen habe und wie ich den Text rausgezogen hab bewusst niedrig gehalten, dass die Nutzung auch niedriggehalten wird.

00:26:02: Dass sich weniger darum gekümmert werden muss... Ah okay!

00:26:06: Ich wollte grad fragen warum macht man das denn wenn man einen öffentlichen Raum zur Verfügung stellen möchte vielleicht?

00:26:11: Ja diese öffentliche Räume müssen ja weil sie ja trotzdem auch teil privat sind oder voll privat im Endeffekt ja trotzdem ja auch gesichert werden.

00:26:19: es muss er trotzdem gucken werden.

00:26:20: liegt hier Müll rum sind die Sachen irgendwie kaputt sind Leute die hier bewusst irgendwie wandalieren oder so?

00:26:26: da braucht man dann auch sogar so eine Art Hausmeister.

00:26:29: Und oft ist es dann halt auch so, das ... Ist dann auch als ich vor Ort war mir aufgefallen, dass du dann Securityste hast die die ganze Zeit ihre Runden drehen, die ganze zeit auf wenn du da sitzt plus noch fünf Kameras auf dich drauf was die Aufenthaltsqualität auch ein bisschen schmälern kann.

00:26:48: Das klingt ja fast schon so wie dieser Aufwand der betrieben wird um die ganzen Regeln da durchzusetzen und um die Leute davon abzuhalten reinzugehen möglicherweise größer, als wenn Sie den einfach frei öffnen und dann manchmal ein bisschen aufräumen müssen?

00:27:00: Ich denke auch.

00:27:01: Also das ist auch so einen Punkt, den kann ich halt auch nicht ganz quasi erklären weil ich mir persönlich auch nicht sicher bin wie weit ich die kulturellen Gegebenheiten in dem Punkt auch verstanden habe.

00:27:13: Weil das war auch ein ganz großer Teil meiner Arbeit und ein ganz ganz großer teil warum ich überhaupt auch ins Ausland gegangen bin und dann auch gesagt hab ich möchte vor Ort halt auch sein weil ich nicht einfach als westlich geprägte deutsche Person in einen ganz anderen Kulturkreis gehen kann und sagen kann, also was ihr da macht mit euren öffentlichen Räumen.

00:27:33: Das finde ich ja ganz komisch.

00:27:34: Also mit meinen Steuergeldern würde ich das nicht machen lassen wollen.

00:27:38: Das funktioniert ja nicht.

00:27:39: Wie sich öffentlicher Raum entwickelt oder wie das gelebt wird und wie gesellschaftlich gewisse Sachen anerkannt sind und was für Sicherheitsmodelle vielleicht auch einfach als normal wahrgenommen werden Das ist ja kulturell komplett unterschiedlich, wie die Menschen damit aufwachsen und sozialisiert werden.

00:27:57: Deswegen gibt es auch Punkte in meiner Arbeit.

00:27:59: Also meine Arbeit ist kein abgeschlossenes Projekt.

00:28:01: Ich sag nicht das ist hundertprozent doof oder richtig gut, sondern ... Es war eher eine erkenntnisbasierte Forschung gewesen.

00:28:08: Es war eine kleine Reise von erst mal verstehen lernen.

00:28:13: Erst mal diesen Kulturaspekt vom öffentlichen Räum in Japan bzw.

00:28:18: Tokio verstehen lernen und mit diesem Verständnis zu gucken Wie kann ich die Räume jetzt erforschen?

00:28:24: Hast du denn auch mit Menschen vor Ort gesprochen, wie die das wahrnehmen.

00:28:28: Also stört es die Japaner, dass sie sich da so... Dass sie da möglicherweise so eingeschränkt werden.

00:28:35: oder kennen Sie es einfach nicht anders?

00:28:36: Ja genau, das war dann auch am Ende ein bisschen meine Frage.

00:28:40: Meine Frage war halt auch so ein bisschen wie diese Regulierung von den privatisierten Räumen und diesen Pops halt auch die Nutzung oder die Handlungsfähigkeit, Handlungsfreiheit und Nutzungsfreiheit einschränken können.

00:28:51: Und da in dem Moment habe ich mir überlegt, wie kann ich das jetzt herausfinden?

00:28:59: Ich hab mehrere Phasen gehabt in meiner Forschung als ich vor Ort war.

00:29:04: In der ersten Phase habe ich mich einfach in, ich glaube, dreißig verschiedene Pops begeben und habe mich eine Stunde hingesetzt.

00:29:11: Ich habe dann eine Stunde erst mal beobachtet, wie verhalten sich die Leute hier was ... sehe ich, was quasi auch diese Einschränkung für mich hier gerade macht.

00:29:20: Also sehe ich Schilder?

00:29:21: Sind diese Schilde auch übersetzt worden auf Englisch?

00:29:24: Sehe ich ein Security?

00:29:25: Was für Menschen halten sich hierauf?

00:29:27: Was sind deren Tätigkeiten?

00:29:30: und im gleichen Zuge habe ich dann während dieser Stunde auch ein bisschen geguckt, was für Gegebenheiten sind in diesen Räumen vorhanden?

00:29:36: also gibt es hier mobile Sitzmöglichkeiten

00:29:42: die... Mobile Stühle zum Beispiel?

00:29:43: Genau, Stühlen

00:29:44: die nicht fest sind.

00:29:45: Das heißt dass man selber das Mobile-Jahr auch seinen eigenen Bedürfnissen anpassen kann.

00:29:49: Dass man so eine Handlungsfreiheit hat im Raum.

00:29:51: oder sind die Bänke aus Holz oder aus Stein.

00:29:54: Also das ist ja auch ein gewisser Faktor der ja ein bisschen das Nutzungsfreundlicher macht.

00:29:59: Ist es einer Straße was für ne Kulisse hat das.

00:30:01: Das habe ich dann alles in dieser Stunde auch so ein bisschen notiert.

00:30:03: Ich hab mir am Ende einen Notizbuch geschnappt und habe dann auf einer Skala von eins bis zehn für mich persönlich die Aufenthaltsqualität einfach so aus dem Gefühl mehr aufgeschrieben und hab dann noch mit Hilfe von einem Prinzip, vom Städteplaner habe ich dann so geguckt was für Sachen sind halt hier vorhanden dass die Aufenthaltsqualität auch ermöglicht wird.

00:30:22: Und hab da dann auch darauf geschrieben Begrünung vorhandene ja oder nein Wasserflächen vorhandenen ja oder Nein.

00:30:28: wie gesagt Sitzmöglichkeiten die man selber verstellen kann Ja oder Nein und hab daran halt ein bisschen geguckt welche Räume sind quasi gut und welche Röme sind eher schlecht von der Aufentalsqualität Dementsprechend auch meistens weniger genutzt.

00:30:43: Gab's denn gute?

00:30:45: Ja, also es gab schon... Ich meine ich hab sogar manchen Plätzen sogar eine acht von zehn gegeben und ich glaub' auch dass meine Meinung ein bisschen geschmielert war weil ich wusste wie kontrolliert die Räume sind.

00:30:53: Also ich glaube das ist halt auch so ein persönliches Feeling einfach was dann ja auch eigentlich ist.

00:30:57: Also

00:30:57: auch die Guten waren so ge-kontrolliert dass du dich da nicht komplett irgendwie frei gefühlt hast.

00:31:03: Jein!

00:31:04: Also ich glaub vielleicht habe mich auch nicht frei gefühlt weil ich wusste dass sich gerade hier in so einer Forschenden beobachtende beobachte, denn Perspektive bin.

00:31:12: Ach so!

00:31:13: Ich war ja wirklich einfach da und hab halt auch die Leute angeguckt.

00:31:16: Und sagst du dann?

00:31:16: Habt ihr angegückt?

00:31:17: Notizen gemacht.

00:31:18: Da geguckt... Okay, die Person macht das und das.

00:31:21: Also man ist ja schon ein bisschen ... also ich habe mich aus einem bisschen wie so einen Fremdkörper gefühlt weil ich ja keine normale Nutzerin war in dem Moment sondern eine Forscherin und ich habe dann in dem moment eine ganz andere Rolle eingenommen als die Menschen, die diese Räume aktiv nutzen.

00:31:34: War das denn eigentlich überall erlaubt sich dahin zu setzen, die Leute zu beobachten und notizen zu machen?

00:31:39: Oder gab es da gegen etwa auch irgendwo eine Vorschrift?

00:31:43: Ja, das war gar kein Problem.

00:31:44: Aber ich hab Fotos gemacht!

00:31:46: Und das ist nicht überall

00:31:47: erlaubt?!

00:31:48: Das ist so gut wie kaum in diesen Häumen erlaubte... Also, ich hab auch immer Fotos von dem Verbotsschild gemacht.

00:31:54: Ein Foto von dem Verbot, da sich hier kein Foto machen darf und bin dann immer so heimlich mitm Handy.

00:31:58: Das Ding ist ... Es ist ein sehr touristisch geprägter Raum ja auch, also die Stadt Tokio.

00:32:04: D.h.,

00:32:04: es sind eigentlich alle Leute, mit dem Handy da machen Fotos und hier und da einheimische wie Touristin.

00:32:08: Also das ist eigentlich gar nicht so streng am Ende in den meisten Dingen nachgehalten.

00:32:15: Man darf ganz oft auch nicht filmen oder fotografieren

00:32:19: Was du beides gemacht hast.

00:32:20: Ich habe nicht nur Fotos gemacht, sondern am Ende festgestellt, das sind sehr viele Räume und ich habe viel untersucht.

00:32:28: Ich muss aber am Ende der Arbeit schreiben und mich auf Sachen fokussieren.

00:32:32: Und ich kann hier gerade so viel machen.

00:32:33: Welche Räumen finde ich gerade am spannendsten?

00:32:36: Weil ich vor Ort mit meiner Erstprüferin dann nicht direkt in den Austausch gehen konnte, hatte ich den Christian Dimmer dann immer parat, den ich fragen konnte, was empfiehlst du mir denn jetzt?

00:32:47: als Designerin vorher auch nie so ethnografisch wissenschaftlich geforscht hat, war das für mich ja auch ganz neu.

00:32:53: Und da hab ich dann gefragt, wo soll's denn jetzt hingehen?

00:32:57: Und er hat mir empfohlen, mich auf zwei Räume zu fokussieren.

00:33:00: Also zwei solcher Pops ... Genau,

00:33:02: zwei Pops sollte ich nehmen, die sehr nahe aneinander waren und die beide ein ähnliches Prinzip hatten.

00:33:09: Aber der eine Raum ist der Kitaya Park.

00:33:12: Das ist ein kleiner Park mitten in Shibuya, also zehn Minuten.

00:33:17: Du bist in einer Minute durchgelaufen.

00:33:19: Querdurch?

00:33:20: Ja, also du hast einfach so einen kleinen Treppenaufgang mit so sieben größeren Stufen wo du auch drauf sitzen kannst und dann ist am Ende ein Café oben drauf gebaut und dann hast du noch zwei kleine Plätze wo da manchmal Veranstaltungen stattfinden.

00:33:30: das war es.

00:33:31: Klingt ja eigentlich nach ziemlich viel Beton oder Füße im Boden jedenfalls keine Wiese oder so.

00:33:36: Es ist auch sehr grün.

00:33:37: Also dieser ganz kleine Park ist halt von Grünflächen auch abgeschirmt.

00:33:41: Das ist in so einer kleinen Seitenstraße gelegen das heißt du bist jetzt nicht an so eine Hauptstraße los ist und viel Lärm ist, aber trotzdem haben die es geschafft durch viele Bäume hat auch sogar und viele Böschung an den Renten.

00:33:52: So eine kleine Oase quasi auch zu schaffen.

00:33:54: und das ist auch sehr angenehm ruhig in dem Park.

00:33:58: Und das sind eins der Beispiele.

00:34:00: und dann habe ich mir noch als Kontrast auf Anweisungen oder auf Empfehlung dann den Miasta-Park genommen.

00:34:06: Der ist sieben Gehminuten entfernt von dem Kitaia-Park Auch in Shibuya und dieser Park ist direkt an dieser ganz berühmten Kreuzung An der Shibuya Crossing.

00:34:16: Also, dir Park ist wirklich ... Du kommst aus dem Bahnhof raus und kannst schon auf den Park zugehen.

00:34:21: Und dieser Park ist das komplette Gegenteil von dem Kitaia-Park.

00:34:24: Der ist knapp fünfhundert Meter lang... ...und ist mittlerweile in ein Shopping Mall.

00:34:29: Die Shopping mall hat glaube ich drei oder vier Etagen.

00:34:32: Auf dieser Shopping mal ist dieser Dachpark angesiedelt.

00:34:35: Ja!

00:34:36: Und dieser park ist schon sehr laut.

00:34:40: Das ist sehr viel los.

00:34:41: Sehr viele Touristen finden diesen park.

00:34:43: also Es ist schon ein Gegenteil zum Kitaia Park.

00:34:48: Und dann habe ich mir als Forschungsgegenstand beide Parks rausgesucht und hab geguckt, okay, ich hab jetzt auch beide Parks genauso untersucht wie ich die ganzen anderen Plätze noch mal irgendwie auch vorher mir angeguckt hatte... Wie komme ich an irgendwelche relevanten Daten von den Leuten, die diese Parks nutzen?

00:35:04: Wie fühlen sich die Leute in dem Park?

00:35:06: Ich weiß ja, wie ich mich jetzt fühle aber wie komm' ich darauf zu sprechen?

00:35:10: oder wie komme ich da zum Datensatz der für mich relevant ist?

00:35:14: wie fühlt sich diese Privatisierung für die Menschen annehmen, die das überhaupt war?

00:35:17: Spannende Frage.

00:35:18: Da musst du dir dann richtig was einfallen lassen ne?

00:35:20: Ja!

00:35:20: Dann hatte ich auch kurz... es war so eine Hälfte von meinem Aufenthalt und dann hatte ich nur noch anderthalb Monate Zeit und da hatte ich aus einem kurzen Nervenzusammenhof.

00:35:27: Ich war nur so okay, dass ist jetzt nochmal eine ganz gewaltige Ladung.

00:35:29: Wie mache ich das jetzt?

00:35:31: Genau und dann durfte ich durch den Christian Dimmer seine Seminare besuchen vor Ort Und in diesen Seminaren habe zwei Japanerinnen kennengelernt, die Englisch und Japanen sprechen.

00:35:42: Das ist ein internationaler Studiengang den er quasi mit macht oder wo er doziert Und die beiden sollten, das war das erste Semester von denen.

00:35:52: Die beiden sollten auch eine Forschung im öffentlichen Raum machen und genauso auch observativ arbeiten wie ich.

00:35:58: Ich hab gesagt so hey, ich bin schon ein bisschen weiter!

00:36:00: Ich kann euch gut gebrauchen und wir können voneinander ganz gut lernen und ich kann euch zeigen was mein Forschungsprojekt ist und wie ich dran gehe und vielleicht könnt ihr das für euer Projekt dann am Ende auch verwenden?

00:36:11: So hatte ich dann schon mal zwei Übersetzerinnen weil ich musste mir auch überlegen... Wie spreche ich mit den Leuten?

00:36:16: Also

00:36:16: das war der Plan die Leute anzusprechen

00:36:19: Genau.

00:36:19: Ich hab dann geguckt, wie kann ich am besten was herausfinden?

00:36:22: Wie Leute sich fühlen ... Ja, man muss mit ihnen reden und einfach mal Fragen stellen.

00:36:26: Und hab dann die zwei Studierenden gefunden, die mir geholfen haben gesagt, auf jeden Fall Sachen zwar und wo.

00:36:33: Wir helfen den Leuten zu reden.

00:36:35: Dann habe ich mir überlegt, was möchte ich denn wissen von den Menschen?

00:36:39: Wie gehe ich auf sie zu?

00:36:41: Mache ich einen Umfragebogen und stell mich dahin und sag, du möchten diese zehn Fragen hier beantworten?

00:36:45: Ja, wir sind im Urlaub Freizeit, aber es sind nur zehn Fragen für meine Bachelorarbeit.

00:36:51: Da gehen die meisten halt weiter und dann habe ich mir gedacht, okay was gibt's denn sonst noch?

00:36:56: Vielleicht reduzieren.

00:36:57: Dann hab' ich wieder an den Kurs, den ich im dritten Semester bei Nora belegt hab.

00:37:01: Nora Fuchs?

00:37:02: Genau!

00:37:02: Ich bin an diesen Kurs wiedergedacht und hab' dann einen Projekt von Kommilitonin von mir gedacht ,die eine Umfrage in öffentlichen Raum gemacht haben mit dem sie ein Schuhkarton genommen haben und da so Schnipsel mit einzelnen Fragen reingeworfen haben wie man sich rausziehen konnte.

00:37:17: So hattest du einen Zufallsprinzip und es war so ein bisschen gelockertere Atmosphäre, ein bisschen spielerischer.

00:37:23: Man

00:37:23: könnte selber entscheiden ob man eine oder zwei oder drei

00:37:25: hat.

00:37:26: Genau!

00:37:27: Die meisten machen immer nur eine.

00:37:29: aber das fand ich irgendwie total interessant und dachte mir so okay wie kann ich das jetzt adaptieren?

00:37:34: Weil Design ist ja auch viel adaptieren.

00:37:36: also man guckt sich was gibt es schon?

00:37:38: und wie kann nicht dass wir meinen Projekt quasi dann abändern und die Essenz da rausziehen und daraus etwas Neues entwickeln?

00:37:46: Und dann bin ich auf meine kleine Gashapon-Maschine gestoßen.

00:37:49: Also für diejenigen, die nicht wissen was eine Gashapon- Maschine ist, das ist quasi wie so ein Kaugummi-Automat.

00:37:56: Wie spricht man die Maschine aus?

00:37:57: Sag nochmal!

00:37:57: Ehm...Gashapon

00:37:59: und übersetzt heißt das sowas wie Kaugumi-Automat oder Automat.

00:38:03: Ich kann jetzt nicht direkt die Übersetzung wenden aber das Prinzip ist quasi das ähnliche.

00:38:07: also wenn wir auch in Deutschland diese Kaugummiautomaten.

00:38:10: Ich kann mich noch daran erinnern, an manchen Urlaubsorten kann man auch Edelsteine ziehen oder so Münzen.

00:38:15: Also da gibt es ja ganz viele verschiedene Sachen und teilweise sogar Spielzeuge.

00:38:19: Und das ist quasi die japanische Variante davon.

00:38:22: Gashapon ist landesweit total verbreitet, jung wie alt liebt.

00:38:29: Man hat kleine Bälle, in denen Merchandise-Artikel sind.

00:38:33: Kleine Figuren, irgendwelche Bilder... Ganz wie Schnickschnack!

00:38:36: Also alles was man sich vorstellen kann wird in diese Bälle reingestopft und kannst die dann für so ein paar jen.

00:38:41: Dann aus dem Automaten ziehen hast dann auch dieses Zufallsprinzip, was ja gerade auch ganz modern ist.

00:38:46: Man hat ja diese Blindboxes.

00:38:48: Das ist das gleiche Prinzip von so einer Blindbox.

00:38:50: Du weißt nicht, was du bekommst aber steht immer drauf okay das sind die folgende Möglichkeiten und das ist der Reiz auch davon.

00:38:55: Man will ja dann so das gewisse etwas haben, was man sich eigentlich irgendwie ausguckt.

00:38:59: Ich selber habe da auch ein paar mal dann immer vorgestanden es gibt ganze Läden, die voll davon sind.

00:39:03: Du hast dann drei Stockwerken nur diese Maschinen alle Wände voll, ganz viele Gänge damit.

00:39:07: Und du wirst dann erschlagen mit kleinen süßen Insekten und auch Katzen die Tee trinken, alles.

00:39:14: Dann hab ich mir gedacht, es wär schon geil, wenn ich so eine Gashapon-Maschine hätte und da meine Fragen reinstecken könnte, die Leute dann ziehen können... ...und einfach ein bisschen spielerischen Ansatz haben aber auch was Vertrautes bieten.

00:39:27: Damit sie auch Lust haben, dir eine Frage zu beantworten?

00:39:29: Genau, damit sie auch lust haben und vielleicht halt auch damit Sie sich trauen auf mich hinzuzukommen.

00:39:35: als nicht Japanerin, weil ... ja.

00:39:38: Ich glaub das hat's schon ein bisschen leichter gemacht, weil die sofort gesehen haben so oh, das kenn ich!

00:39:43: Das kenne ich, dass ist irgendwie ... Bestimmt Einfach so ein Türöffner gewesen.

00:39:47: Wo

00:39:47: du gerade davon sprichst, die das gesehen haben für die Audio-Version würde ich es einmal versuchen zu beschreiben.

00:39:53: diese Maschine?

00:39:54: Ja, zum Beschreiben!

00:39:55: Also für die Audi-Versonen steht grade neben mir die Maschine.

00:39:58: Genau.

00:39:59: So groß wie eine Filtercafé-Maschine.

00:40:02: Das ist eine Miniaturversion davon.

00:40:05: Aber das ist das die, die du auch da in Tokio eingesetzt hast?

00:40:08: Genau.

00:40:08: Ich habe dann geguckt... Kann ich die irgendwie kaufen, diese großen Maschinen?

00:40:13: Die sind halt aus Plastik immer diese Maschine.

00:40:16: Die sind ... was sagt ihr?

00:40:18: Fünfzig Zentimeter hoch, dreißig Zentimeter breit und auch fünfzig Zentimetern tief ungefähr also schon ein größeres Maschinchen.

00:40:27: Dann hab' ich so geguckt, brauche okay, klar ist es aus Vollplastik und man kann auch immer vorne gibt's einen Rädchen da kann man dran drehen nachdem man eine Münze reingeschmissen hat.

00:40:37: das ist dann je nach Spielzeug immer unterschiedlich wie viel jen man da rein werfen muss.

00:40:43: Und wenn man das Rädchen dann dreht, kommt am Ende unten der Ball raus mit dem Objekt der Begierde.

00:40:49: Genau

00:40:49: und die Bälle sieht man oben schon drin liegen durch den Fenster?

00:40:52: Genau.

00:40:52: also meistens ist in dem Fenster vorne es ist halbtransparent die Maschine ist meistens im Fenster vorn einen Schild mit den Sachen die man da drinnen erwerben kann.

00:41:02: Also dann sind ja immer so kleine Bildchen abgebildet von den Objekten, es gibt auch Pilze.

00:41:06: Man kann ganz viele Pilze sammeln und so.

00:41:08: Also wirklich alles...

00:41:09: Aus Plastik?

00:41:10: Genau!

00:41:10: Es ist meistens aus Plastis nicht das nachhaltigste Spielzeug.

00:41:14: aber Asien ist glaube ich generell da nicht so nachhaltlich was so Plastikkverbrauch und so angeht.

00:41:20: Was nachhaltiger ist dass man diese Bälle meistens auch wieder direkt zurückgibt und dass die dann wieder verwendet werden in den ganzen Läden oder gibt's in einem Abgabestellen.

00:41:27: Genau im Endeffekt ist es eigentlich eine relativ große weiße Plastikmaschine, die so ein bisschen schon den Inhalt durch die Halbtransparenz zeigt.

00:41:36: Aber die Bälle sind halt komplett geschlossen und man kann nicht reingucken und dann muss man hoffen was man kriegt.

00:41:43: Und genau in dem Zusammenhang habe ich dann geguckt, kann ich sie irgendwo kaufen?

00:41:48: Es wäre ein bisschen teuer gewesen!

00:41:49: Ich weiß nicht mehr der genaue Preis aber es hat auf jeden Fall sehr weit meinen Rahmen gesprengt.

00:41:53: Dann war auch die Frage, was mache ich denn am Ende damit weil... Ich bin halt gerne dann doch ein bisschen nachhaltiger, wenn ich so Sachen dann auch wirklich kaufe für Projekte die nicht nur einmal verwenden zu können und dann nicht irgendwo dann da stehen zu lassen.

00:42:05: Und habe ich so geguckt gibt es noch bestimmt eine Spielzeugvariante von.

00:42:08: das ist doch so ein krasses Teil was jeder haben möchte.

00:42:11: ja gibt es genau für die die gerade zuhören ich hab die kleine Variante hier neben mir stehen die ist keine Ahnung dreißig Zentimeter hoch maximal

00:42:21: bedienen sie doch bitte einmal.

00:42:24: Funktioniert und klingt.

00:42:25: Genau, also ich nehme jetzt ein hundertjährigen Stück was mein Lieblingsjähnstück ist weil da Blumen drauf sind ganz tolle Winzer und drehe jetzt das Rätchen so ein bisschen und schwupps kommt die Kugel raus und dann gibt es immer eine Kugeln.

00:42:43: Das ist einfach nur eine normale Plastikkugel mit Drehverschluss und bin jetzt quasi wie die Leute in den öffentlichen Räumen die ich befragt habe oder so wie es mir gedacht hab.

00:42:51: wenn man die Kuhl aufmacht findet man dann einen kleinen Inhalt hier drin Ein Zettel mit einer Frage drauf auf Englisch und japanisch.

00:43:01: Genau, ich habe dann überlegt so... Ich möchte halt auch nicht nur mit JapanerInnen sprechen sondern auch mit Touristinnen.

00:43:06: und wie kann ich das machen?

00:43:08: Und da hab' ich dann überleg', dass ich die Fragen, die ich dann noch stelle auf beiden Sprachen zugänglich mache, dass sich dann einfach spontan die Leute ansprechen kann.

00:43:18: Und Long Story Short, ich hab dann diese kleine Spielzeugmaschine gekauft.

00:43:22: Hab mir zehn Fragen zum öffentlichen Raum überlegt bzw.

00:43:25: zehn Fragen die da zu anhalten, öffentliche Räume zu hinterfragen oder mal bewusster wahrzunehmen und sich selber in Räumen wahrzuleben.

00:43:34: Wie z.B.

00:43:34: diese hier?

00:43:39: Also wenn du etwas ändern könntest an diesem Raum was wäre das?

00:43:43: Genau!

00:43:45: Bei solchen Sachen kamen dann zum Beispiel, bei der Frage waren meistens zu antworten wie ich hätte gerne mehr Begrünung.

00:43:52: Obwohl ich schon im Parks war aber das sind ja trotzdem städtische Parks mit sehr vielen Gehwegen und zu dem Zeitpunkt wo ich die Umfragen gemacht habe waren es knapp dreißig Grad und knallende Sonne in einer Großstadt.

00:44:05: Schatten wäre schön!

00:44:06: Ja genau also... Vor allem Bäume, die Schatten generieren.

00:44:10: Das war so ein Hauptpunkt der immer wieder kamen.

00:44:13: Bei

00:44:13: dem Kleineren Park war das ja auch der Fall?

00:44:14: Da werden ja Bäume und Grün bei dem Dach von dem Mall auch?

00:44:18: Der gab es auch Bäume aber das war da halt so reguliert dass du die meisten grünen Flächen gar nicht betreten darfst.

00:44:24: also da sind viele Wiesenanlagen und so.

00:44:26: Aber man darf zum Gucken.

00:44:28: Genau!

00:44:28: Man darf halt nur gucken Es ist abgezeugt Und nur zu ganz speziellen Events werden dann manche Wiesenflächen aufgemacht.

00:44:35: Aber dann darf man auch nur mit gewissen Personen anzahlen, sich in gewisse Formationen.

00:44:39: Also es gab auch einen Park den ich untersucht habe.

00:44:40: da durftest du nur mit drei Leuten im Dreieck sitzen auf einer Wiese.

00:44:44: Du dürftest nicht im Kreis oder in einem Vier-Eck sitzen dass man nicht erlaubt.

00:44:47: also wirklich egal Ich hab da alles gesehen.

00:44:50: Es gab doch Entschuldige aber es gab doch auch... Du hast ja dein Projekt ausgestellt bei der Podestaustellung Im Frühjahr und das habe ich auch gesehen und da hattest du auch ein paar Beispiele für diese Verbotsschilder.

00:45:01: Und bei einem stand so was drauf wie.

00:45:05: Also es gab irgendwie so einen Freifahrtsschein für die Security.

00:45:08: So eine Art, wenn uns was nicht gefällt dann...

00:45:11: Ja das ist ich habe ja jetzt... Oder du darfst

00:45:13: nichts machen?

00:45:14: Was was irgendwie... Ich guck

00:45:15: gerade mal!

00:45:16: Ich hab ja meine Thesis gerade hier in der Hand.

00:45:18: Und das kann die Security so frei auslegen dass ihr eigentlich alles auf alles hätte reagieren können mit einem Verbot.

00:45:24: Ja genau also es ist oft die Regel um dass man nichts tun soll was andere Leute stören könnte.

00:45:30: Das ist ein Beispiel dafür.

00:45:32: Genau, das kann

00:45:32: ja viel sein.

00:45:32: Das ist so die Parabel oder diese eine Regel, diese gerne am Ende reinstellen, macht nichts was anderes stört aber was es ist gucken wir dann in dem Moment mal.

00:45:45: also das kann wirklich alles sein und... Genau, ich bin dann mit dieser Maschine in beide Parks reingegangen und hab als allererst den Miasta-Park genommen.

00:45:54: Den größeren Park mitten im Zentrum der total überlaufen ist aber auch sehr gut kontrolliert ist.

00:46:00: also gibt's auch viele Kameras, sehr viele Schilder mit den Hinweisen und auch ein Haus in der Mitte wo Personal sitzt aka Security die da noch alles monitorn können.

00:46:10: Und es macht ja auch irgendwo Sinn.

00:46:11: in so einem Ballungsraum wo sehr viel Menschen verschiedene Menschen aufeinander treffen und sich aufhalten, kann es auch vielleicht mal zur Spannung kommen.

00:46:22: Manchmal sind ein paar Leute einfach unangenehm oder fallen unangênem auf.

00:46:25: das ist ja schon teilweise auch ein besseres Gefühl auch manchmal als Frau wenn man weiß ich kann da hingehen falls irgendwas passiert.

00:46:32: so far so gut genau und ich habe mich dann dahin begeben und hab ja auch meine Regeln ganz doll vorher studiert und geguckt.

00:46:40: was darf ich denn hier machen?

00:46:41: wogegen verstoße ich den quasi Und hab mich dann in den Park reingestellt, habe so eins oder zwei Umfragen auch gemacht.

00:46:48: Habe ich mit der Maschine und mit meinen zwei Studienkolleginnen hingestellt... Gab

00:46:53: es darauf eine Reaktion von der Security?

00:46:56: Zu Anfang nicht.

00:46:57: Ich hab schon so ein bisschen geguckt, gucken die jetzt oder über die Kameras?

00:47:01: Wir haben uns dann immer wieder auf weiter bewegt, dass wir nicht mal am einen Punkt stehen und bin irgendwann zu einer Gruppe von Schülern und Studenten gekommen, die auf der Wiese saßen und die haben auch einfach gemalt und haben gefragt, hey wollt ihr nicht die Umfrage mitmachen?

00:47:14: Ja klar alles super!

00:47:15: Das waren japanische Schüler die wir dann befragt haben.

00:47:19: Und ich hatte dann immer die Maschine so auf dem Arm und meine Kolleginnen haben dann die Übersetzung gemacht.

00:47:24: oder wir haben uns im Abgewechselt, und irgendwann drehe ich mich um und dann steht er auf einmal in Security hinter mir.

00:47:30: Ich war erst mal so oh okay was passiert jetzt?

00:47:34: Und der Security hat dann auf einmal versucht mit die Maschinen aus der Hand zu reißen obwohl ich also wir waren sehr ruhig und friedlich und wir haben auch nur mit Leuten die Umfragen gemacht die wirklich gesagt haben so ja auf jeden Fall Wir haben nicht gefilmt, wir haben nicht fotografiert.

00:47:47: Das Einzige was ich gemacht habe um die Interviews fest zu halten ist mit so einem ganz kleinen Handmikrofon wie man es von Instagram kennt von den ganzen Influencern.

00:47:55: damit hab' ich dann die Umfragen aufgenommen.

00:47:57: Die Leute wussten Bescheid, sie hatten selber das Mikro in der Hand Alles abgeklärt alles cool Ja und der Security wollte mir die Maschine aus der Hand reißen auch nur mit den japanisch sprechenden Leuten gesprochen und sofort so, nein, nein.

00:48:10: Und auch sehr energisch hat auch reagiert.

00:48:12: die Körpersprache war auch sehr stressig.

00:48:14: Du hast sie aber festgehalten?

00:48:15: Ich habe sie dann fest gehalten, weil nur so was passiert hier.

00:48:17: Hallo, könnt ihr mir helfen?

00:48:19: Könnt ihr mir kurz übersetzen?

00:48:20: Dann wurde man immer zwischen dem wenn er halt wieder rumgewettert hat gesagt ja wir sollen hier aufhören und er sagt jetzt gerade das Spielen von Spielen ist untersagt Wir sollen da Spielzeug wegpacken.

00:48:32: Okay, interessant.

00:48:33: Dieser Regel steht schon nicht auf der Liste die ich hier gelesen habe.

00:48:37: Dann hab' ich die Maschine auf den Boden gestellt.

00:48:38: das hat so ein bisschen deeskaliert aber war halt immer noch.

00:48:41: trotzdem weitermachen wir sollten weiter aufhören.

00:48:45: dann wird mir noch gesagt dass das Halten von Mikrofonen im Park nicht erlaubt sei.

00:48:51: steht auch nicht auf dem auf der Regeldiste.

00:48:54: okay dann haben wir die Mikrofone weggepackt und das letzte was halt war Eigentlich mit die absurdeste Regel ist, die er dann genannt hat gegen die wir verstoßen hätten war das Zusammentreffen von Personengruppen, die den Park nicht gemeinsam betreten haben.

00:49:15: Also im Park treffen

00:49:16: geht nicht?

00:49:17: Genau!

00:49:17: Das geht nicht.

00:49:17: also wenn Personengruppe, die dem Park nicht gemeinsame Betreten haben sich im Park treffen, dass sei nicht erlaubt.

00:49:24: Wir müssten uns jetzt auch räumlich trennen und wir müssen sofort aufhören.

00:49:29: Ich finde man muss sehen... vielleicht gerade als die Seinerin kannst du dann ja fast Respekt zäulen für diese Kreativität oder da muss man erst mal drauf kommen.

00:49:37: Ja das war schlagfertig, sagen wir es mal so.

00:49:40: also ich meine vielleicht saßen sie auch schon in ihrem Häuschen und haben dann so was sagen werden denn jetzt gleich?

00:49:46: Es wurde immer hitziger muss ich sagen.

00:49:47: also ich war dann irgendwann so oh Gott Scheiße.

00:49:49: wo bin ich also?

00:49:50: wo reite ich mir halt rein mich hier grad rein weil man musste zusagen Um nur ganz kurz auszuholen, ich hatte einen anderen Forschungsansatz um diese Räume zu erschließen.

00:50:01: Ich wollte für meinen Forschungsaufenthalt eine künstlerische Intervention im öffentlichen Raum machen, weswegen ich auch zur Nora gegangen bin, weil ich den Kurs bei ihr hatte mit den Interventionen in öffentlichen Räumen, also den Alltag unterbrechen und eigentlich hatte ich vor bewusst Regeln zu brechen das dann irgendwie aufzunehmen und so eine Art Performance vor Ort zu machen und zu gucken was passiert noch einfach?

00:50:25: Da wurde mir dann von meinem Professor Christian Dimmer ganz nah an die Hand gelegt, dass ich das auf erst mal vielleicht nicht machen sollte.

00:50:34: Weil es immer noch private Räume sind und wenn die Privatakteure sehen, dass da irgendein Ausländer sich hinstellt und irgendwie alle Regeln bricht ... Also man durfte ... Du

00:50:44: wusst nur um die Regeln zu brechen?

00:50:46: Genau!

00:50:46: Und das vielleicht sogar noch filmt.

00:50:48: Es gab so Regeln wie Nicht-Ba-Fuß laufen oder Nicht tanzen.

00:50:51: Das wollte ich auch ein bisschen machen dass die auch sehr gerne mal schnell die Polizei rufen.

00:50:56: Und das die Polizei einen auch sehr gern und schnell, wie gesagt in U-Haft mitnehmen kann ...

00:51:02: Ist sie das irgendwann mal passiert?

00:51:03: Zum Glück nicht!

00:51:05: Ich kenne eine Person, der ist fast passiert.

00:51:07: Die wurde sogar bis auf die Wache genommen aber dann haben sie am Ende doch nichts gefunden und haben ihn dann doch gehen lassen.

00:51:13: Aber mein Professor hat von Situationen erzählt wo dann Kinder von Bekannten, Teenager waren sichtlich nicht japanisch sind.

00:51:24: Dann von der Polizei angehalten wurden, komplette Taschenkontrollen gemacht wurden und wenn du Pech hast wirst du mit auf die Wache genommen weil sie was finden wollen.

00:51:31: Ja und aufgrund dessen meint er dann am Ende so überlegst ihr gut ob du das machen möchtest?

00:51:37: Und da bin ich von der Intervention weg.

00:51:39: Hab mich zu dieser Befragung erst mal gemacht, hab sehr regelkonform gearbeitet bis auf das heimliche Film fotografieren aber es war noch okay.

00:51:48: In dem Moment wo der Security daneben stand immer lauter wurde Das ist immer stressiger, wurde ich die Sprache nicht verstanden und dann stand ich da so.

00:51:56: Okay das war's.

00:51:59: Die kommen gleich und holen uns ab keine Ahnung was jetzt passiert aber ... Dann haben die besagten Schüler, die wir interviewt haben in dem Moment, die waren, keine Ahnnung, vierzehn?

00:52:10: Fünftzehn also ziemlich jung auch noch.

00:52:12: Haben die einfach sind die aufgestanden, kannten uns gar nicht und gesagt so ja nee alles gut, wir sind alle von Einer Designschule, einer Kunstdesign-Uni.

00:52:24: Wir machen gemeinsam hier gerade ein Projekt und wir sind auch gemeinsam in dem Park.

00:52:28: Und ja, wir lassen das jetzt alles sein und alles gut so.

00:52:32: Die haben das seit dann auf einmal voll geregelt für uns diese drei Teenager die da saßen und ihre Bilder einfach gemalt haben.

00:52:39: Dann hat der Security wirklich abgelassen.

00:52:42: War das dann das Ende für dich mit der Umfrage?

00:52:45: Dachte ich erst kurz.

00:52:46: Ich muss doch erstmal im Hult runterfahren Was halt auch witzig ist, in dem Moment hatte ich ein knallpinkes Tü-Tü an und einen knallgrünes Oberteil.

00:52:55: Weil mir dachte so okay... Ich hab die Gashaponmaschine!

00:52:59: Und ich will aber irgendwie auch auffallen und es gibt eine ganz große Maskottienkultur ...in Japan und ich versuche so ein bisschen ein kleines Maskostchen für meine Forschung zu werden.

00:53:09: Und habe dann geguckt was kann ich umsetzen?

00:53:12: Was ist einfach als Kostüm quasi zu

00:53:14: erstellen?!

00:53:15: hab ich mich wie so eine kleine Blume einfach verkleidet.

00:53:17: Da wachsen ganz viele Azzaläen an den Straßenrendern in Tokio, aber auch landesweit und die sind knallpink-und grün.

00:53:26: Dann dachte ich mir, das passt schon irgendwie.

00:53:28: Hat dieses knallpinke Tütü an, wurde gerade angeschrien von dem Security und saß dann erst mal aufm Boden und war so okay ... Ich zieh mich jetzt erstmal oben, da machen wir weiter.

00:53:37: Und dann habe ich mich umgezogen, hab ein bisschen unauffälliger mich im Raum bewegt und wir sind vom Dach runter auf das Ground-Level gefahren, was vor dem Park ist.

00:53:49: Was streng genommen auch zu dem Park hat noch heute als ein Riesenfoodcourt und dann haben wir uns da halt immer hingestellt und haben dann immer so geguckt, guckt er gerade oder nicht?

00:53:55: Und dann habt ihr dann noch ein bisschen weiter auf den

00:53:57: Park.

00:53:57: Dann haben wir noch ein bissel weitergemacht und es sind auch echt erstaunlich viele Leute bereit gewesen meine Fragen zu beantworten und...

00:54:04: Was haben die so gesagt?

00:54:05: also was waren so Antworten, die dich interessant fanden?

00:54:09: Ja interessant war auf der einen Seite dass sehr viele Leute das trotzdem sehr positiv wahrgenommen haben weil sie es vielleicht auch gar nicht anders kennen.

00:54:18: Ja genau, das auch aber auch Touristen und ich glaube das liegt aber da dran.

00:54:23: also ich kann mich einmal allererstes mal in Shibuya an dieser Kreuzung noch so genau erinnern weil ich halt einfach gar nicht verstanden habe wo ich gerade bin.

00:54:33: ...overwhelming für mich gewesen, weil es ist alles bunt.

00:54:36: Es ist alles laut!

00:54:37: Es riecht anders die Leute sprechen, andere Sprache und... Alles funktioniert irgendwie in die entgegengesetzte Richtung wie man's gewohnt ist und das ist irgendwie... Keine Ahnung, man ist ja total überwältig von diesen Eindrücken und dann guckt man jetzt nicht auf jedes Schild wo man eh schon weiß, dass kann ich nicht lesen.

00:54:52: Was steht denn da?

00:54:53: Sondern man is halt einfach im Urlaub und bewegt sich immer so wow cool toll.

00:54:57: Ich hab auch ein paar Fragen, die so bisschen in Richtung gehen ob man sich halt auch so ob man das Gefühl hat, dass dieser Park stark reguliert ist oder nicht.

00:55:04: Und alle waren so ... Ach nein!

00:55:06: Gar nicht.

00:55:07: Also ich hab das Gefühl, es war richtig schön hier.

00:55:11: Es war durchweg fast positiv.

00:55:14: die Antworten außerhalb, dass viele Leute sich mehr Sitzgelegenheiten gewünscht haben oder mehr Schattenplätze, dass sie im Sommer halt nicht gebraten werden.

00:55:24: Aber es war schon gar nicht so kritisch quasi wie ich dachte.

00:55:28: Was ich ja interessant finde an der Sache ist oder einen interessanten Aspekt, du sagtest gerade also eher zu Beginn unserer Gespräche, du hättest auf manche Fragen auch keine Antwort gefunden.

00:55:39: Also zum Beispiel was steckt jetzt eigentlich wirklich dahinter?

00:55:41: Dass die Leute da zum Teil so ein großen Aufwand betreiben den möglichen Besuchern im Park das Leben schwerzumachen oder den Offen halt zu vergelten?

00:55:52: Das finde ich interessant dass es auch möglich ist eine Arbeit zu machen wo am Ende unterm Strich nicht eine klare Antwort auf alles daraus kommt, sondern halt nur ne Teilantwort und irgendwie teilweise Erfahrungsbericht.

00:56:06: Also so ein schon tiefer Einblick in der andere Kultur und in einer anderen Situation gibt.

00:56:12: aber es ist halt jetzt keine komplett gelöste mathematische Formel.

00:56:17: Das finde ich spannend!

00:56:18: Und trotzdem ist das aber eine gelungene Arbeit?

00:56:21: Ja genau also... Es

00:56:22: ist ne Frage.

00:56:23: Ist es?

00:56:24: Ja total.

00:56:26: Es muss ja auch nicht immer auf alles eine Antwort geben.

00:56:29: Forschung ist ein Prozess der Erkennung und Forschung revidiert sich schnell, also nichts ist einfach ... Klar es gibt Fakten aber in der Forschung werden viele Fakte noch immer wiederlegt durch andere Forschungen die dann irgendwie auf einem neueren Stand sind einen anderen Blickwinkel mit einbeziehen.

00:56:46: Und wie gesagt um auch nochmal auf so ne Aussage von eher am Anfang zurückzukommen kann und möchte es mir halt auch nicht anmaßen, jetzt zu sagen ich hab's verstanden.

00:56:59: Ich war drei Monate vor Ort, ich sag jetzt wie das hier ist und ich kann Einschätzung geben.

00:57:04: Ich kann meine persönliche Einschätzung geben, ich kann meine Erfahrungen wieder schreiben.

00:57:08: Das habe ich auch in meiner Thesis gemacht also meine Thesis Ich sag mal so zwei Teile aufgeteilt.

00:57:13: Der erste Teil der Thesis ist eine thematische Einordnung, was sind Pops?

00:57:17: Wo kommt das her?

00:57:19: Wie funktioniert öffentlicher Raum in Tokio und Japan?

00:57:23: Also wie wird es gelebt?

00:57:24: Was sind die kulturellen Hintergründe?

00:57:26: Aber man darf auch nicht vergessen, dass es am Ende nur eine Bachelorarbeit ist.

00:57:31: Meine Erstprüferin hat schon ... Nora hat von Anfang an immer gesagt so... Ja, du machst halt eigentlich schon mindestens eine Masterarbeit gerade.

00:57:39: Also du kannst dich auch nur auf ein Zehntel gefühlt von dem was du grade alles machst.

00:57:44: Dich drauf fokussieren und daraus ne Wetzlarbeit schreiben.

00:57:47: Ich hab schon so groß gearbeitet und hätte ich dann jetzt noch gesagt, ich möchte jetzt wirklich das Land und die Kultur verstehen.

00:57:53: Dann hätte ich ja noch mit mehr Leuten sprechen müssen.

00:57:55: Noch weitere Forschung machen müssen, noch tiefer in die Literatur.

00:57:58: Aber das steht hier möglicherweise noch frei?

00:58:00: Das könntest du ja jederzeit noch angehen und weiter bearbeiten.

00:58:04: Du hast gerade das Wort Thesis benutzt.

00:58:06: Thesis ist der schriftliche Teil dieser Abflussarbeit.

00:58:09: Genau,

00:58:09: weil... Es gibt den praktischen

00:58:10: Teil zudem auch die Ausstellung gehört oder die Präsentation deiner Ergebnisse?

00:58:15: Oder deines Projekts?

00:58:17: Das geht ja nicht nur um die Ergebnisse.

00:58:19: Amelga besprochen, sondern auch wie ganz eine Frau!

00:58:21: Und die Thesis sind die Verschäftlichungen.

00:58:23: Genau,

00:58:24: also die Theses ist quasi so das theoretische Grundwerk oder das Basiswerk was man bei uns machen kann weil ich weiß jetzt nur bei uns Objekt- und Raumdesignern ist es so dass man eine Thesis schreiben muss.

00:58:36: Umfang ist auch ziemlich freigesetzt.

00:58:37: du kannst zwanzig Seiten schreiben aber du kannst auch am Ende wie ich über hundert Seiten schreiben.

00:58:42: deswegen sage ich auch Ich habe schon einen großen Umfang.

00:58:44: eigentlich ist es fast eine Masterarbeit geworden und man kann entweder aufbauen auf der Thesis dann seinen praktischen Teil umsetzen oder auch komplett losgelöst.

00:58:54: Also man kann eine Thesis schreiben, also eine These ist ja quasi eine Fragestellung, eine Vermutung... Eine

00:59:00: Grundannahme?

00:59:01: ...ne Grundanahme

00:59:02: die man entweder bestätigen möchte oder gucken möchte.

00:59:05: was spricht denn dagegen?

00:59:07: das ist ja so ganz runtergebrochen was eine Thesis am Ende?

00:59:11: Du hast mit deiner Thesis auf den theoretischen Teil auch mit der praktischen Arbeit aufgebaut.

00:59:15: Also du hast nicht was losgelöstes genommen, sondern du hast das, was du da in Japan erlebt hast, auch visuell dargestellt?

00:59:22: Genau weil diese ganze Forschung die ich ja vor Ort gemacht habe ist ja schön und gut und Texte schreiben ist ja auch schön und es ist ja eine Anforderungen für den wissenschaftlichen Grad, den wir am Ende haben.

00:59:33: Ja, das ist ja alles erst mal so dahingestellt.

00:59:36: Aber ich bin immer noch Objekt- und Raumdesignerin Und ich finde es auch immer noch sehr, sehr spannend was mich zu diesem Studium gebracht hat Inhalte und Wissen und Daten irgendwie zugänglich zu machen Auch räumlich zugängig zu machen, erfahrbar zu machen und auch verständlich zu übermitteln.

00:59:55: Ich will jetzt nicht die Wissenschaft basten wie das jahrelang gemacht wurde.

01:00:01: Wissenschaftliche Arbeiten sind oft so schwer zugänglich, weil keiner setzt sich hin und liest sich eine Tee.

01:00:06: Das ist einfach mal auf dem Freitagabend durch und sagt, ach komm, mach ich jetzt mal, weil mich das Thema interessiert und vor allem nicht wenn du aus dem nicht wissenschaftlichen Bereich kommst.

01:00:15: Menschen die nicht studiert haben werden sich damit nicht auseinandersetzen und da keinen Zugang zu finden, weil das Worlding auch oft schwierig ist es mir auch aufgefallen also vielmehr nicht leicht die Texte mitzuarbeiten die ich gelesen habe.

01:00:27: Da bin ich auch an meine Grenzen gestoßen, im Umfeld hab' ich einige Leute, die halt sage mal was richtiges studieren oder was wissenschaftliches studieren, viele wissenschaftliche Texte arbeitest haben, die dann immer gesagt haben so ja das heißt dass dem Begriff hat er sich einfach nur ausgedacht weil es in den Text rein passt und äh... Ich hoffe das kann mich

01:00:43: zu oft vor!

01:00:44: Ja das war manchmal schon so ein Ding, also ich hab Wissenschaftler wenn die eine eigene Forschung haben, dann denken sie sich auch gerne eigene Begriffe aus die dann zu dieser Forschung passen ist ein paar mal vorgekommen.

01:00:53: Aber das klingt jetzt vielleicht ein bisschen beliebiger und fast schon irgendwie geflunkert.

01:00:59: Da möchte ich gerne zur Ehrenrettung sagen, dass der Anspruch wirklich zumindest voraussetzen ist in den meisten Fällen, dass man einen Begriff findet, der dann wirklich präzise genau das beschreibt was man möchte.

01:01:09: also die Präzision der Sprache ist ja der eigentliche Anspruch und der Grund dafür, dass diese Texte dann auch so spröderhaft sind nicht lebendig, nicht unterhaltsam weil sie diesen Anspruch halt auch nicht haben.

01:01:23: Ja

01:01:25: aber das kann man jetzt... Man

01:01:26: kann es natürlich probieren!

01:01:27: Genau und das war nicht halt so spannend zu probieren.

01:01:29: und also am Ende wenn ich das dann auch verstanden habe was dieses eine gewisse Wort oder dieser Begriff beschreiben soll hat's ja auch vollkommen Sinn gemacht.

01:01:36: Aber ich hätte diesen Zugang nicht gehabt hätte ich nicht im Umfeld Wissenschaftler gehabt.

01:01:42: Also für mich war das so fremd.

01:01:44: Es ist eine große Hürde an den Inhalt eigentlich zu kommen.

01:01:49: Man muss es sich wirklich auch erarbeiten.

01:01:51: beim Lesen, sagen wir mal so und ich habe ja auch gemerkt mir fällt das schwer, es wird sehr vielen anderen Leuten noch schwerfallen.

01:01:57: Und

01:01:57: du sagtest ja auch, dass gehört eigentlich nicht zu deinem Studium dazu?

01:02:01: Genau.

01:02:01: Das ist eigentlich

01:02:01: eher ein sehr viel praktischer...

01:02:04: Ja, ihr macht viel!

01:02:06: Es ist schon eine Ausnahme, dass ich tief wissenschaftlich gearbeitet habe und in das Thema eingetaucht bin.

01:02:14: Es gibt auch manche Bachelorarbeiten, wo die Theses drei Sätze sind.

01:02:20: Und dann hast du Wildarbeiten da drin.

01:02:23: Also, dass die praktische Arbeit quasi mit dem Buch oder der Thesis-Abgabe vereint werden.

01:02:31: Ich hab halt relativ viele Freiheiten in dem wie ihr das ... Das was du gemacht habt möglich, aber es ist auch... möglich drei Sätze zu schreiben und Bilder reinziehen.

01:02:40: Man kann ein Tagebuch schreiben, es gibt einen Thesis.

01:02:42: das war ein reines Tagebuch.

01:02:43: da hat jemand sich jeden Tag hingesetzen eine Seite geschrieben zu quasi seinem Forschungsthema oder seinem Thema was er sich halt einfach dann so ausgewählt hatte ich glaube auch relativ persönlich und dann hat er einfach immer in sich reingehört und das aufgeschrieben und das am Ende abgegeben.

01:02:57: Und dass ja gab's Sinn?

01:03:01: Es wird bei uns auch mit anerkannt.

01:03:03: also man ist da sehr frei Ja, sehr strikt, glaube ich auch vorgegangen.

01:03:09: Und weil ich dann halt auch wusste... Ich werde jetzt hier so ein Brechertext irgendwie schreiben, den sich kaum einer durchlesen wird.

01:03:15: aber ich will dass die Leute wissen was ich gemacht habe!

01:03:17: Ich will das irgendwie in die Welt tragen und ich will das gerne teilen.

01:03:19: Ich finde das Thema total spannend.

01:03:21: Wie kann ich das denn jetzt objekthaft machen?

01:03:22: Ich hab jetzt meine Umfragen, ich hab mit Tonaufnahmen, ich habe ein paar Fotos gemacht von den Räumen.

01:03:29: Dann habe ich mir gedacht, okay.

01:03:30: Ich mache jetzt auch noch Filme.

01:03:31: Filme kann man immer zeigen.

01:03:32: Daraus kann man schon irgendwie einen Raum irgendwie kreieren oder einen Raum finden, wo Leute sich zusammenfinden und meine Forschung sehen können.

01:03:38: Und dann bin ich mit einer Kamera ganz heimlich in meiner Tasche.

01:03:41: Ich hatte so ein Beutel dabei.

01:03:43: Ich hab eine GoPro genommen und die hier reingestellt.

01:03:46: Dann bin ich immer mit der Tasche rumgelaufen.

01:03:48: Ich habe den Raum gefilmt und bin dann einmal komplett durchgelaufen Und hab das dann genutzt, um die Interviewsegmenten, die ich aufgenommen habe als Tonspur drüberzulegen.

01:03:59: So konnte man sich im Park mit bewegen durch dieses Video und die Umfragen auch mithören.

01:04:06: Ich hab sie übersetzt auf japanischen Englisch jeweils also die englische Interviews auf Japanisch unten übersetzt und dann die japanische auf Englische übersetzt, dass man es zugänglicher hat.

01:04:16: Kann

01:04:17: man das alles auch auf deiner Seite sehen?

01:04:19: Die Videos müssten sogar hochgeladen sein.

01:04:21: Ich wollte die noch mehr extern auch richtig mal offiziell hochladen, die werden auf jeden Fall auch zugänglich sein.

01:04:27: Also

01:04:28: einiges kann man da ja auf jeden fall sehen.

01:04:29: Man kann sich auch Audios anhören und hört wie es da klingt.

01:04:33: Genau also ich habe zusätzlich zu den Videos dann auch Audioaufnahmen gemacht, hab mich dann in verschiedene Punkte reingesetzt zehn Sekunden bis zwei Minuten aufgenommen, dass man da auch eintauchen kann in die Räume.

01:04:44: Obwohl man nicht vor Ort ist, weil es war für mich eine Hürde.

01:04:46: wie kann ich das räumlich so gestalten?

01:04:48: Dass Menschen, die nicht in Japan sitzen diese Räumen irgendwie wahrnehmen können sich hinein fühlen können und dann hat dieses Thema damit verbinden können.

01:04:57: Und da hab' ich ne kleine Website bestaltet wo man auch die Sounds gleichzeitig spielen kann.

01:05:02: Die

01:05:02: verlinken wir.

01:05:03: natürlich

01:05:04: Könnte sie gerne machen, die kann man sich gerne mal angucken ist auch immer gelabelt, aus welchem Park das ist und man kann sich da einfach mal durchklicken und in die Räume reintauchen.

01:05:13: Hättest du ein Tipp für Leute, die darüber nachdenken, in Dortmund einer Fahre Design zu studieren?

01:05:19: Oder wenn die hier anfangen...

01:05:21: In welche Richtung soll dieser Tip dann gehen?

01:05:23: ...in eine, die dir relevant erscheint.

01:05:26: Also ich würde sagen...

01:05:27: Alles klar!

01:05:29: Ich hatte letztens sogar ein Gespräch mit einer Person, die gesagt hat so verdammt ich wollte mich eigentlich bei euch bewerben.

01:05:34: Hab dann sogar eine Mapper gemacht und hab nicht getraut die abzugeben weil das wird ja auch bewertet und am Ende kriege ich ne schlechte Note und komm nicht rein.

01:05:42: Ihr habe ich dann gesagt ihr studiert so weit ich weiß soziale Arbeit glaube ich bei uns.

01:05:45: also sie ist trotzdem an der Uni auch geblieben aber... LFH?

01:05:48: Genau!

01:05:49: An der FH gebliebt.

01:05:49: Wir nennen das LFh.

01:05:50: Ja wir bleiben bei der Fah.

01:05:51: Das ist an der FAH auch gebleiben.

01:05:53: aber ich hab ihr dann auch gesagt so ganz ehrlich Wenn du wirklich möchtest und das wirklich probieren möchtes, dann mach es einfach.

01:06:03: Also was soll schon passieren?

01:06:04: Entweder du gibst es nicht ab und kommst nicht rein oder du gibts es ab und im schlimmsten Fall kriegst du eine Bewertung und entweder es klappt oder halt nicht.

01:06:13: Und ich sage auch immer allen Leuten Ich habe für meine Mappe damals eine Note drei Komma sieben glaube ich bekommen.

01:06:19: Ab nach vier Null ist man erst durch.

01:06:22: Und jetzt habe ich so ein Mega-Projekt gemacht und habe auch so einen guten Anschluss gefunden, mich extrem weiterentwickelt im Studium.

01:06:29: Ich glaube vor allem bei uns an dem Designstandort ist oft diese Bewerbungsphase für viele Leute so ein Hindernis.

01:06:37: Aber wenn man das wirklich möchte, dann bitte einfach trauendes zu machen!

01:06:42: Es wird nicht Schlimmes passieren – ich hab beim ersten Jahr wo ich mich bewerben wollte die Phase um eine Woche verpennt.

01:06:47: Ich habe dann FSJ gemacht und bin das nächste Jahr wiedergekommen.

01:06:50: Und hab meine Mappe eingereicht, es hat irgendwie geklappt!

01:06:55: Es beißt auf jeden Fall keiner bei uns.

01:06:56: Wir freuen uns auch immer um neue Leute die sich trauen.

01:06:59: Das fällt auch mal für sich zu entdecken.

01:07:02: Ich könnte mir denken... Auch wenn man eine schlechte Note kriegt für seine Mappe, dann kriegt man ja nicht einfach nur einen bösen Brief wo drin steht also Sie sind jetzt wirklich so

01:07:10: schlecht

01:07:11: bitte lernen sie lieber ein Handwerk oder so sondern Man kann ja dann auch oder vielleicht kriegt man es auch direkt angeboten, dass man halt eine Hilfe kriegt und dass man erklärt kriegt warum das jetzt noch nicht gereicht hat.

01:07:22: Und welchen Ansatz man aber vielleicht noch stärker verfolgen könnte oder so?

01:07:27: Also ist es ja auch wenn's ne Absage gibt, ist es eine konstruktive möglicherweise auf

01:07:33: jeden Fall.

01:07:33: Das ist ja auch immer nur ein Moment Aufnahme.

01:07:35: und was halt auch ganz wichtig ist, das gab es bei mir zum Beispiel nicht weil ich während Corona angefangen habe.

01:07:40: Aber es gibt auch immer Mappenberatungen Die sind immer.

01:07:45: Und das sind meistens auch dann teilweise Studierenden, es gibt auch Mappen Schau.

01:07:48: Das heißt die Leute, die reingekommen sind zeigen auch ihre Mapp und da kann man auch mal einen Einblick sehen was halt quasi dann auch vielleicht auch durchgeht.

01:07:56: also es ist ja in der Mappe werden dann eine gewisse Anzahl an Werken quasi gefordert und man kann auch Mixed Media arbeiten von Fotografien bis hin zu Zeichnungen bis hin so Objekten die man dann ja quasi abfotografiert.

01:08:08: Bei Objekte im Raumdesign machen manche Leute ihre Mappe zum Objekt.

01:08:11: Das heißt, die bauen dann auch richtig was daraus und haben dann so eine Kiste wo dann Sachen also... Man kann da auch komplett kreativ sein und wie gesagt die Mappenberatung gibt es.

01:08:21: Wenn's vielleicht nicht klappen sollte auch immer wie gesagt studierende Fragen.

01:08:25: Man kann die dozierenden auch fragen woran sie gelegen hat.

01:08:28: Also das ist ja auch Oft wird auch so was in dem Jahr gesucht.

01:08:32: Vielleicht passt es in diesem Jahr gerade nicht zu dem, aber nächstes Jahr wäre das eine eins-null vielleicht... Das kommt

01:08:37: auch vor?

01:08:38: Ja, also kann ich jetzt nicht hundertprozentig sagen, aber ich glaube schon, dass ist ja mal so und mal so.

01:08:42: Es sind auch meistens manchmal unterschiedliche Duzierenden, die das dann auch bewerten.

01:08:46: Siehst du auch andere

01:08:47: Dinge sehen?

01:08:48: Genau!

01:08:49: Also wenn man da jetzt jemanden hat der aus einem Messebau kommt, aber dann auch jemandem hat, der aus Kunst im öffentlichen Raum kommt.

01:08:56: Die gucken ja auch oft mit einem anderen Blickwinkel auf gewisse Dinge.

01:08:59: Also so hat man, glaube ich, immer eine andere Zusammensetzung der Note auch am Ende.

01:09:03: Deswegen also ... Ich glaub ne Absage macht einen jetzt nicht zu nem schlechten Künstler oder Designer.

01:09:09: Also kann man ruhig probieren?

01:09:10: Auf jeden Fall!

01:09:11: Und mir macht's auch Spaß.

01:09:12: Mir machts super Spaß.

01:09:13: Also ich mach' jetzt auch mein Master noch im Anschluss in Xenografie und Kommunikation und ... Hast dich doch dafür entschieden... Hab mich dann am Ende doch dafür entschieden weil ... Ja, mich dieses Thema auch nicht los lässt und die Art und Weise wie man Informationen und Daten, die man erheb zugänglich macht in Räumen mich auch nicht loslässt.

01:09:31: Also im Bachelorprojekt habe ich dann am Ende mit dem Video, mit den Soundarbeiten, die ich gemacht habe und den ganzen Daten, das ich gesammelt hab einen Raum wirklich gebaut.

01:09:40: also ich hatte am ende eine Grundfläche von fünf mal fünf Metern In die Höhe ging es glaube ich drei Meter an mein Objekt was ich gebaut habe und habe dann überlegt wie ich mit einem Ausstellungsdesign am Ende halt alles zugänglich machen kann, aber auch interessant gestalten kann.

01:09:56: Dass man sich halt wirklich dann so ein bisschen immersiv darauf einlassen kann auf diese privately-owned Public Spaces Erfahrung.

01:10:04: Also ich glaub wir haben heute gemerkt du bist mit absolut vollem Herzblut bei diesem Projekt dabei.

01:10:10: Bin gespannt wie es weitergeht!

01:10:12: Und deine Ausstellung oder deine Installation hat ja auch durchaus Anklang gefunden.

01:10:19: Bei Podest hat es den Publikumspreis gewonnen.

01:10:21: Ja, da freue ich mich immer noch sehr darüber.

01:10:23: Die

01:10:23: Leute hast du überzeugt!

01:10:25: Vielleicht

01:10:25: sagen wir nochmal ganz kurz – Podest ist die Werkschau-Fachbereichsdesign.

01:10:29: Genau das ist die Workshop von unserem Fachbereich und da zeigen wir, ich glaube sogar mittlerweile einmal im Frühjahr und einmal dann im Herbst.

01:10:36: Genau, zweimal am Jahr.

01:10:37: Genau diese Semesterarbeiten, die dann während der Seminare entstanden sind.

01:10:42: Und ich durfte im April diesen Jahres Teil davon sein und meine Arbeit zeigen.

01:10:48: Da hab' ich dir auch gesehen, so kam der Gedanke zustande dich einzuladen?

01:10:54: Es

01:10:54: hat ein bisschen die Runde gemacht habe ich gehört.

01:10:57: Ja auf jeden Fall!

01:10:59: Diese Protestschauen sind auch eine super Gelegenheit mal einen Einblick zu kriegen.

01:11:02: Auf

01:11:02: jeden Fall.

01:11:05: Teilweise weit mehr als hundert arbeiten, kann man sich da anschauen.

01:11:08: Es hat einen Event-Charakter, es gibt ein bisschen Street Food und es gibt was zu trinken und Musik.

01:11:14: Und es läuft immer nur eine oder zwei Tage.

01:11:16: Einen Abend wird jetzt...

01:11:17: Mittlerweile sind's zwei Tage und es gibts von Filmarbeiten bis hin zur Installation, Performances einfach nur ... Was die Kurse im Semester gemacht haben, wird dann im Raum gezeigt.

01:11:32: Das

01:11:32: war da vor Ort?

01:11:33: Da wo ihr auch studiert, man lernt den Raum und den wunderschönen Grünen in den Hof...

01:11:38: Ja, aber für den schönsten Campus sag ich immer!

01:11:40: Und der ist nicht privately owned sondern er

01:11:42: ist öffentlich zugänglich.

01:11:43: Es ist auch immer kostenlos.

01:11:45: jedes Jahr oder jedes Semester sage ich jetzt mal Also ich finde das es eine der schönsten Veranstaltungen Die Podest Eine der schönste Veranstaltung die man sich angucken kann Ja.

01:11:57: Wieder was ausstellungen?

01:11:59: Genau, ja auf jeden Fall gerne vorbei kommen.

01:12:03: jetzt im Oktober ist die auch schon wieder ich glaube

01:12:06: neunterzehnte

01:12:07: oktober.

01:12:08: wärmste empfehlung ich bin auch da ich stelle aber nicht aus nächstes Jahr vielleicht.

01:12:11: aber

01:12:12: man könnte dich ansprechen immer

01:12:13: könnte mich ansprechen oder

01:12:14: so.

01:12:14: ich bin ja nicht

01:12:15: mehr zu verkennen genau für die leute dies hören knall pinke haare wenn ihr mich seht einfach ansprechen.

01:12:22: Ich kann über dieses Thema sehr viel erzählen.

01:12:24: Ja, falls da noch irgendwie Fragen offengebieten sind.

01:12:28: Gute Stunde, die wir jetzt geredet haben!

01:12:31: Ganz herzlichen Dank fürs Gespräch.

01:12:33: Danke

01:12:33: dir.

01:12:33: Hat Spaß mit der Einladung.

01:12:35: Viel Erfolg weiterhin.

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